‚Share my Music‘ – Aeham Ahmad gastierte in Schulkonzertreihe des 16. Möllner Folksfestes mit zwei Konzert-Lesungen

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Der syrische Pianist Aeham Ahmad (li.) und Jörg-Rüdiger Geschke gestalteten zwei Konzert-Lesungen für Möllner Schüler. Foto: hfr
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Mölln (pm). Im Gefolge des Eröffnungskonzertes des 16. Möllner Folksfestes mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad, weltweit bekannt als „Der Pianist aus den Trümmern“, startete auch die das begleitende Musikschulprogramm „Share my Musc“ mit zwei ganz außergwöhnlichen Schulkonzerten in der Möllner Gemeinschaftsschule.

Aeham Ahmad präsentierte seine energiegeladene, arabisch inspirierte Klaviermusik und sprach dabei mit den Schülern. Jörg-Rüdiger Geschke, Lehrer an der Gemeinschaftsschule und Programmchef des Möllner Folksfestes, las dazu Passagen aus dessen biografischen Buch „Und die Vögel werden singen“. Neben den Gemeinschaftsschüler*innen besuchten auch mehrere Klassen des Marion-Dönhoff-Gymnasiums und eine Klasse angehender Erzieherinnen von den beruflichen Schulen die Konzerte.

Aeham Ahmad wusste sehr eindringlich von seinen Erlebnissen in Damskus zu berichten und begeisterte mit seiner zum Teil improvisierten Musik.

Beeindruckender Auftakt des 16. Möllner Folksfestes mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad

Rund 80 Besucher ließen sich am vergangenen Freitagabend im Möllner Stadthauptmannshof musikalisch wie literarisch gefangen nehmen von der Konzert-Lesung mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad. Das Auftaktkonzert zum 16. Möllner Folksfest zeigte sich virtuos, energiegeladen und brückenschlagend zwischen arabischen Musikmotiven und bekannten Liedmelodien wie „Die Gedanken sind frei“.

Aeham Ahmad begeisterte sein Publikum mit berührenden, wie aufrüttelnden Improvisationen, mehr noch aber durch sein Wort. Jörg-Rüdiger Geschke, Programmchef des Möllner Folksfestes, las Passagen aus Ahmads Buch „Und die Vögel werden singen“, ein Text voller Beobachtungen des Leides im kriegsgeschüttelten Syrien, aber auch voller Hoffnung und Menschlichkeit, allem Kriegsgeschehen zum Trotz.

Mithin ein politisches Konzert zum Auftakt des 16. Möllner Folksfestes, das sich ganz im Sinne und in der Tradtion seiner Entstehungsgeschichte, eng an den 27. Jahrestag der Möllner Brandanschläge anlehnte.