Kreis Herzogtum Lauenburg: NGG empfiehlt Beschäftigten einen Weihnachtsgeld-Check

Auch viele der 9.900 Minijobber haben Anspruch

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Bescherung zum Jahresende: Auch Mini-Jobber haben Anspruch auf ein Weihnachtsgeld, wenn der Chef den anderen Mitarbeitern im Betrieb ein solches zahlt. Darauf weist die Gewerkschaft NGG hin. Foto: NGG
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Herzogtum Lauenburg (pm). Extra-Euros zum Jahresende: Arbeitnehmer im Kreis Herzogtum Lauenburg, die noch kein Weihnachtsgeld bekommen haben, sollen prüfen, ob sie Anspruch auf die Sonderzahlung haben. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Insbesondere für die 9.900 Menschen, die kreisweit lediglich einen Minijob haben, lohne sich ein genauer Check.

„Wenn der Chef seinen Mitarbeitern ein Weihnachtsgeld zahlt, dann haben auch die Minijobber im selben Unternehmen Anspruch auf die Extra-Zahlung“, erklärt Silke Kettner,
Geschäftsführerin der NGG Hamburg-Elmshorn. Die Höhe des Weihnachtsgeldes richte sich
nach der jeweiligen Arbeitszeit. Nach Einschätzung der Gewerkschaft gehen Beschäftigte in Branchen wie dem Gastgewerbe oder dem Fleischer- und Bäckerhandwerk allerdings häufig leer aus. „Es gibt immer wieder Chefs, die die Überweisung zum Jahresende gern mal vergessen.“ Gerade Azubis sollten sich schlau machen, ob sie Anspruch auf ein Weihnachtsgeld haben. Im Zweifelsfall lohne sich ein Anruf bei der zuständigen Gewerkschaft, rät Kettner.

Ob Beschäftigten ein Weihnachtsgeld zusteht, ist im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Unter den Mitarbeitern, in deren Betrieb ein Tarifvertrag gilt, erhalten im Schnitt 77 Prozent ein Weihnachtsgeld. Das hat eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Ist der Arbeitgeber nicht tarifgebunden, können nur 44 Prozent der Beschäftigten mit einer Sonderzahlung rechnen. Das Weihnachtsgeld wird in der Regel mit der November-Abrechnung überwiesen.

Hilfe zum eigenen Lohn- oder Gehaltscheck sowie eine Datenbank mit Tarifverträgen finden
Beschäftigte im Netz unter www.lohnspiegel.de