Aus dem Archiv: To Huus

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Een Stück vun de Dörpstraat in Hamfelln. Foto: hfr/Gerhard Schulz
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Wenn ik no Huus komm, fangt min Tohuus glieks achter Trittau an, dor wo de oole Bahndamm und de lütte Tunnel weer‘n. Hier geiht de Blick wiet und dat Hart geiht up.

Den’n Kilometer langen Wech mit lichten Rechtsdrall bün ik all so oft und to jedeen Johrestied lang lopen. Links und vör mi de Hahnheid, dat junge Maigreun, sattet Sommergreun, goldgeelett Loof und in’n Winter nokte Beukenstämm mit Telken bit no’n Heeben ran.

Rechte Siet, dat Urstromtal, poor hundert Meter breit mit greune Wischen, Blomen, Deerten, Minschen und in de Mitt löpt de Bill henlang. Nu de ersten Hüüs in de Feerne, rechts an’n Straatenrand dat schmole-länglich-greune Schild mit geele Schrift “Hamfelln”. Hier bööch ik no links aff in de so för mi bekannte Dörpstraat rin.- Jedet Freuhjohr dat Begreuten von den’n Kastangenboom, Bleuden von de Eer bit in tein Meter Höchte, nu noch flink lütt beeten barchup bit no de Waldeslust. Links und rechts dicke Eiken mit riesig grote Kronen von beide Sieden öber de Straat hennwech.- De Wind, Sünnenlicht, dat sik Röögen hoch boben in de Eiken, dor feuhlst di as in’n Droom.

Winterdachs de dicken schwatten Telken, keen Blatt an’n Boom, de Stirn öber di, dat Mandlicht von de rechte Siet, dor warst du nodenklich und still.

Glieks nochmol de friee Blick no links, Südhang und Südrand von de Hahnheid, een Glücksgefeuhl. Nu noch flink in Richtung Dörp, noch eenmol links affbögen, dat Huus, de Goorden, de Familie. “Min Tohuus”!

Hier feuhl ik mi glücklich!

Hier bün ik Tohuus!!!

Upschreeben von Gerhard Schulz, Hamfelln 28. Oktober 2015