Große Notfallübung am Flughafen Lübeck

Notruf, Blaulicht und Training im Dienste der Sicherheit

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Foto: hfr
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Lübeck (pm). Insgesamt 85 Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr, der Rettungsdienste und der Lübecker Feuerwehr übten am Sonnabend gemeinsam für den Ernstfall am Flughafen. Vorgabe war es, eine Einsatzübung unter möglichst realistischen Bedingungen zu schaffen. Um 18:05 Uhr hieß es dann auch „Luftnotlage (Full Emergency), Flugzeug meldet Abgase in der Kabine, mehrere Personen betroffen mit Übelkeit, Atemnot und Erbrechen“. Erschwerend kam für die Einsatzkräfte am fiktiven Unfallort hinzu, dass das Flugzeug bei der Notlandung von der Bahn abgekommen sei und ein Fahrwerkschacht in Flammen stünde.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen dem Flughafen und der Berufsfeuerwehr, den Freiwillige Feuerwehren, den Hilfsorganisationen und Behörden im Rahmen der Gefahrenabwehr zu trainieren. Eine Übung dieser Art sieht die Internationale Zivilluftfahrt Organisation (ICAO) und die Vorschriften der European Union Aviation Safety Agency (EASA) in regelmäßigen Abständen vor, damit die Betriebssicherheit für die Nutzer und Passagiere weiterhin gewährleistet ist.

„Sicherheit steht bei uns an erster Stelle“, bestätigt Professor Dr.-Ing. Jürgen Friedel, Geschäftsführer des Flughafens den erfolgreichen Ablauf der Übung und die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten: „Ein professionelles Krisenmanagement ist eine wichtige Grundlage für die Wiederaufnahme des Linien- und Charterverkehrs in Lübeck ab Frühjahr 2020. Intern konnten wir die Übung nutzen, unser Krisenmanagement zu prüfen und möglichen Optimierungsbedarf zu erkennen.“ Die Übung hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen gut funktioniert hat und auch, dass gezielte, regelmäßige gemeinsame Trainingsszenarien und Abstimmungen zur idealen Einsatzvorbereitung erforderlich sind. „Auch für unsere neuen Kollegen der Flughafen-Feuerwehr und für den internen Krisenstab hatte das Notfall-Training den gewünschten erfolgreichen Effekt“, so Friedel.

„Der Einsatz wurde innerhalb von zirka 90 Minuten erfolgreich abgearbeitet. Im Rahmen der Übung wurde ein Konzept zur Abarbeitung eines sogenannten „Massenanfalls von Verletzten“ (MANV) auf die Umsetzung unter realitätsnahen Bedingungen erprobt. Auch das Zusammenspiel mit allen beteiligten Hilfsorganisationen, Behörden und dem Flughafenbetreiber wurde hier erneut überprüft. Wir haben mehrere Übungsbeobachter aufgestellt. So ist es uns nun im Nachgang möglich, etwaige Anpassungsbedarfe unserer Konzepte zu erkennen und anschließend im Rahmen einer Überarbeitung umzusetzen“ so Marco Lihring, Übungsleiter der Feuerwehr und zuständig für die Planung von Sonderlagen bei der Feuerwehr Lübeck.

Zurzeit wird am Flughafen Lübeck im Terminal der Bestand entkernt und alle Vorarbeiten zur Ertüchtigung des Flughafengebäudes getätigt. Ab sofort werden auch noch Mitarbeiter für die Bodenverkehrsdienste und die Passagierbetreuung gesucht und geschult.

Dazu sind erste Charter Reisen ab Lübeck bereits buchbar mit interessanten touristischen Zielen wie Capri, Neapel, Sizilien, die Kanalinseln und Kroatien.

 

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