‚warum Allein‘ – Ratzeburger Dialogprojekt zum Thema „Einsamkeit“ geht in die zweite Runde

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In einer ersten, angeregten Diskussionsrunde auf dem St. Georgsberg wurde unter Anleitung von Moderator Lars Hartwig (stehend) eine Bestandsanalyse für den Stadtteil erarbeitet. Foto: Stadt Ratzeburg
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Ratzeburg (pm). Eine Ideensuche steht im Fokus der zweiten Runde des Ratzeburger Dialogprojektes zum Thema „Einsamkeit“, das am 21. Oktober 2019 in der Vorstädter Ansveruskirche (Mechower Straße 4) und am 23. Oktober 2019 in der Grundschule St. Georgsberg (Scheffelstraße 11) jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr fortgesetzt werden soll. Ausgehend von den Erkenntnissen der ersten Bestandsanalyse in den Stadtteilen, die zu Beginn noch einmal zusammenfassend präsentiert werden, soll unter Anleitung von Moderator Lars Hartwig unter der Leitfrage „Wie finden Menschen in den Stadtteilen zueinander? „vor allem zu Themen wie „Erreichbarkeit von öffentlichen Angeboten auf der Insel“, „Begegnungsräume in den Stadtteilen Vorstadt und St. Georgsberg“ sowie „Kulturelle Begegnungsangebote in den Stadtteilen Vorstadt und St. Georgsberg“ diskutiert und gearbeitet werden.

Die Ratzeburger Insel bleibt in diesem Diskussionsprozess bewusst ausgeklammert. In der Bestandsanalyse wurde hier sehr deutlich, dass dieser Stadtteil mit seiner klassischen Zentrumsfunktion wenig Problem- als vielmehr Lösungspotential für die angrenzenden Stadtteile bietet.

Das Organisationsteam, bestehend aus der Stadt Ratzeburg, dem Seniorenbeirat der Stadt Ratzeburg, den Evangelischen Kirchengemeinden Ratzeburgs, dem Demenznetzwerk Herzogtum Lauenburg sowie der Volkshochschule Ratzeburg, hofft nach dem sehr informativen Auftakt auf viel Interesse in den Stadteilen und auch in der Kommunalpolitik an dieser Ideenbörse gegen „Einsamkeit“, die nach eigener Arbeitsdefinition nicht nur ältere Menschen betrifft. „In unseren ersten Diskussionsrunden haben wir Einsamkeit nicht an einer bestimmten Altersgruppe festmachen können, sondern die Betroffenen ganz offen beschrieben als Menschen, die unfreiwillig wenig oder gar keine Sozialkontakte haben“, sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, der das geförderte Dialogprojekt mit dem Programm „MITEINANDER REDEN“ der Bundeszentrale für politische Bildung koordiniert. Für das Wohl der Diskussionsteilnehmer*innen in der Vorstadt und auf dem St. Georgsberg wird abermals das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow mit Kaffee und Kuchen sorgen. Für eine entsprechende Planung wäre ein kurze Anmeldung per Email an sauer@ratzeburg.de hilfreich.