Rosenkranz` ‚Most Wanted‘: Mit ‚Kopfgeld‘ gegen Fachkräftemangel

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Handwerk hat bekanntlich goldenen Boden und manchmal auch blaue Autos. Stefan Rosenkranz sucht Mitarbeiter und Azubis die jetzt und dauerhaft mit einsteigen. Foto: Anders
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Ratzeburg (aa). Das Gespenst „Fachkräftemangel“ geistert bereits seit ein paar Jahren durch die Medien. Insbesondere das Handwerk ist hier auf der Suche. Auch vor dem Herzogtum Lauenburg macht diese Mangelerscheinung nicht Halt, wie Stefan Rosenkranz, Inhaber von Elektro Rosenkranz aus Ratzeburg, zu berichten weiß: „Wir suchen Mitarbeiter und haben ein Riesenproblem, welche zu finden.“

Zur Verstärkung des Teams sucht das Familienunternehmen aktuell zwei Servicetechniker für Öl- und Gasfeuerungsanlagen und allgemeine Kundendienstaufgaben, zwei Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, zwei Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik für die Alt- und Neubauinstallation sowie einen Elektroniker für allgemeine Kundendienstaufgaben. Weder ein Gesuch über eine Tageszeitung noch eine Anzeige bei Facebook erzielten bislang den gewünschten Erfolg. Keine Bewerbungen, so die traurige Bilanz. „Gefühlt haben wir in Deutschland die Vollbeschäftigung, wir bekommen ja nicht mal mehr Hilfsarbeiter“, klagt Stefan Rosenkranz.

Bei Elektro Rosenkranz (aktuell im Verschmelzungsprozess zur „Rosenkranz & Wasmund GmbH) geht man daher jetzt einen Schritt weiter und setzt auf die zu vergebenen Stellen ein „Kopfgeld“ in Form einer Einstellungsprämie in Höhe von je 2.000 Euro aus. Bewerbungen gehen per Email an mail@rosenkranz-wasmund.de.

Im Bereich der Auszubildenden sieht es laut Rosenkranz nicht viel besser aus. Zwar habe man aktuell acht Ausbildungsplätze, die auch alle besetzt sind, aber Initiativbewerbungen seien sehr selten geworden. „Viele Azubis rekrutieren wir über Schulpraktika oder das Arbeitsamt“, berichtet Stefan Rosenkranz, der gerade einen Tag zuvor mit einem angehenden Lehrling einen neuen Vertrag für 2020 abgeschlossen hat. Ein weiteres Problem ist es, die Lehrlinge nach ihrer Lehre zu halten. „Viele junge Leute brennen nicht mehr für die Handwerksberufe. Ihnen fehlt einfach die Lust daran“, moniert der Ratzeburger Handwerksmeister. Viele Jugendliche wüssten schon zu Beginn der Ausbildung, dass sie gar nicht länger bleiben wollen, als die 3,5-jährige Lehre erfordert. Rosenkranz: „Ich werde aber weiterausbilden.“ So werden zum 1. August 2020 noch Azubis für den Beruf des Elektronikers, Fachbereich Energie- & Gebäudetechnik, und des Anlagenmechanikers für Sanitär- Heizung & Klimatechnik gesucht. Für Kurzentschlossene bestünde sogar jetzt noch in das gerade angelaufene Ausbildungsjahr einzusteigen. Das Ausbildungsgehalt liegt übrigens zwischen 600 und 850 Euro pro Monat. In der 39 Stundenwoche bei geregelten Arbeitszeiten sind bis zu zwei Schultage inklusive. Bei entsprechender Eignung erhalten Azubis bei Stefan Rosenkranz zudem ein Handy gestellt, das auch Privat genutzt werden darf. Und je nach Eignung wird als Monatsprämie auch schon mal die Gebühr für das Fitnessstudio übernommen.

Weitere Infos gibt es unter https://rosenkranz-wasmund.de.