Schüler aus Wolfenbüttel laufen 1.400 Kilometer in neun Tagen

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Am vorletzten Lauftag wechselt die Gruppe vor dem Grenzhus in Schlagsdorf. Foto: Wolfgang May
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Schlagsdorf (pm). Gestern um 13 Uhr jubeln erschöpfte junge Leute in grünen T-Shirts vor dem GRENZHUS Schlagsdorf. Sie haben es geschafft und die nächsten Läufer starten. Schüler der Henriette-Breymann-Gesamtschule aus Wolfenbüttel hatten im 30. Jahr der Grenzöffnung die Idee, die gesamte ehemalige innerdeutsche Grenze abzulaufen.

34 Läufer, dreizehn Schüler vom Orgateam und elf Betreuer stellen sich dieser sportlichen Herausforderung. Erinnern, was früher war und sehen, wie es im heutigen ‚Grünen Band‘ aussieht, das ist ihr Ziel. Start war in Thüringen. Immer vier Schüler liefen grenzübergreifend in Richtung Norden. Fahrradfahrer begleiten sie. Nach einer vorab festgelegten Distanz wechselte die Gruppe. Tag und Nacht waren die Schüler unterwegs, um die 1.400 Kilometer in neun Tagen zu schaffen. Wer gerade Ruhe hatte, fuhr im Begleitbus, schlief oder sprach mit Zeitzeugen der deutschen Teilung und mit Naturschützern über das ‚Grüne Band‘.

Am vorletzten Lauftag wechselt die Gruppe vor dem Grenzhus in Schlagsdorf. Erfrischungen stehen bereit. Tabea, Paule, Nina und Felix lockern ihre Muskeln und warten auf die Läufer. Sie sind von dem Projekt auch nach vielen hundert Kilometern begeistert: „Es ist beeindrucken dort zu laufen, wo noch vor 30 Jahren der Todesstreifen verlief“, äußern die Mädchen. Der Museumsleiter Dr. Wagner und Wolfgang May vom Freundeskreis begrüßen die Schüler. Sie sind von der Projektidee und der Ausdauer der Schüler begeistert. Als die laufenden Schüler schweißnass und mit musikalischer Begleitung eintreffen, ist die Freude groß.

Unter der Leitung des Lehrers Marco Hübner machen sich drei Mädchen und ein Junge der Wolfenbütteler Schule auf die Strecke. Ungefähr 25 Kilometer nach Lübeck liegen vor ihnen. Das Projekt endet in Boltenhagen, aber in den Köpfen und Herzen der SchülerInnen werden diese ereignisreichen Tage fortwirken.

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