IHK-Sommertour durch Herzogtum Lauenburg: Nachhaltige Verpackungen gegen Plastikmüll

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IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning (links) und Joseph Scharfenberger, IHK-Geschäftsbereichsleiter Recht und Steuern, (rechts) informierten sich bei den Gründern der Superseven GmbH Katja Seevers und Sven Seevers über ökologisch abbaubare Verpackungen. Foto: IHK/Tietjen
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Börnsen (pm). Sie arbeiten an der Lösung eines weltweiten Problems: Die Gründer der Superseven GmbH in Börnsen im Kreis Herzogtum Lauenburg entwickeln Verpackungen, die frei von Plastik, nachhaltig und vor allem kompostierbar sind. Das Ziel: schädlichen Plastikmüll vermeiden. Auf der IHK-Sommertour machte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning Station bei dem mehrfach ausgezeichneten Start-up. Gemeinsam mit Joseph Scharfenberger, IHK-Geschäftsbereichsleiter Recht und Steuern, informierte er sich vor Ort über die Produkte und Herausforderungen des jungen Unternehmens.

Sie sehen täuschend echt wie Plastikfolie aus, sind aber aus Zellulose oder Stärke: die Verpackungslösungen der Superseven GmbH bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen – der Endverbraucher kann die Verpackungen etwa für Lebensmittel und Hygieneartikel direkt im heimischen Garten kompostieren. „Wir helfen der Wirtschaft mit unseren Produkten dabei, Recyclingquoten zu erfüllen“, sagt Gründerin und Geschäftsführerin Katja Seevers.

Während des Studiums sei die Geschäftsidee entstanden. Mit ihrem Mann Sven Seevers gründete die Produktdesignerin dann 2017 das Start-up. Wichtige Auszeichnungen wie der „KfW Award Gründen“ und „LN-Existenzgründerpreis“ folgten bereits ein Jahr später. Aktuell stehe das Unternehmen vor dem nächsten Wachstumsschub. „Wir suchen neue Mitarbeiter und arbeiten daran, weitere Verpackungswege zu entwickeln – zum Beispiel für Kosmetikartikel, die wegen ihrer vielfältigen Rezepturen besondere Anforderungen an organische Verpackungsstoffe stellen“, so Seevers.

Eine Herausforderung sei auch, in der Region Verarbeitungspartner für Biofolien zu finden. Hier bot Lars Schöning Hilfe bei der Vernetzung an und empfahl das Cluster foodRegio. „Die Ernährungsindustrie treibt das Thema Nachhaltigkeit aktiv voran. Die Branche als größter Arbeitgeber der Region freut sich daher über innovative Themen wie diese“, sagte Schöning.