Hospiz in Mölln geplant

Förderverein Hospiz Mölln gegründet

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Der Vorstand des neugegründeten „Fördervereins Hospiz Mölln e.V.“: (v.li.) Hans-Joachim Grätsch (2. Vorsitzender), Ulf Thiessen (Beisitzer), Christiane Gehrmann (Beisitzerin), Frauke Elvers-Kehler (Beisitzerin), Karina Zühlsdorf (1. Vorsitzende), Elke Heitmann (Schatzmeisterin), Julia Steffens (Schriftführerin), Wiebke Hargens (Beisitzerin) und Frank Hoffmann (Beisitzer). Foto: hfr/aufgenommenemomente
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Mölln (aa). Im nördlichen Kreis Herzogtum Lauenburg haben schwerkranke Menschen in der letzten Phase ihres Leben die Möglichkeit Betreung durch das Netzwerk Palliative Care im Kreis Herzogtum Lauenburg (Palliativversorgung) sowie durch die Hospizgruppe Ratzeburg, Mölln und Umgebung (Hospiz-Besuchsdienst) zu erhalten. Ein stationäres Hospiz gibt es hingegen nicht. Die nächsten Hospize sind in Geesthacht und Lübeck. Der nun gerade gegründete „Förderverein Hospiz Mölln e.V.“ will das ändern und binnen weniger Jahre genug Geld für ein stationäres Hospiz in Mölln sammeln.

Landesweit gibt es aktuell sechs Hospize mit 66 Betten. Der Bedarf liege bei zirka 150 Betten, wie der frisch gewählte Vorstand des neuen Möllner Vereins, Dr. Karina Zühlsdorf (1. Vorsitzende), Hans-Joachim Grätsch (2. Vorsitzender) und Elke Heitmann (Schatzmeisterin) erklären. Der Sinn und Zweck des „Förderverein Hospiz Mölln e.V.“ würde daher hier in der Region eine Versorgungslücke schließen. Da es um den Bau und später um den Betrieb eines stationären Hospizes geht, sei der Verein zudem auch keine Konkurrenz zu den bereits vorhanden, Palliative Care und die Hospizgruppe. Im Gegenteil, viele Mitglieder des Fördervereins sind auch bereits einem der anderen beiden Verein aktiv. Und auch später, wenn das Ziel erreicht ist, wären die drei Vereine quasi drei Teile eines Ganzen.

Der Förderverein rechnet mit Kosten von rund drei Millionen Euro für einen Hospiz-Neubau. „Es wäre aber auch denkbar, dass ein Investor das Hospiz baut und der Förderverein dieses dann betreibt“, beschreibt Dr. Karina Zühlsdorf die Pläne des Vereins. Ist das stationäre Hospiz erstmal realisiert, würden 95 Prozent der laufenden Kosten von den Krankenkassen der jeweiligen Patienten übernommen. Um die restlichen fünf Prozent würde sich dann der Förderverein durch das fortwährende einwerben von Spenden und Sponsoren kümmern.

Von der ersten Idee im November 2018 bis zur Gründung des Vereins Anfang Juni 2019 war es nur eine denkbar kurze Zeit. Der Vorstand wurde von seinen 17 Mitglieder für zunächst vier Jahre gewählt. In Anbetracht dieses Tempos scheint es durchaus realistisch, dass der Förderverein sein selbst gestecktes Ziel, den Bau des Hospizes in drei bis fünf Jahren, erreichen kann.

Wer Mitglied werden oder spenden will, erhält weitere Informationen über Schatzmeisterin Elke Heitmann unter der Telefonnummer 0 4542-2239.