Mölln ruft den Klimanotstand aus

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Mölln aus der Luft. Foto: Anders
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Mölln (pm). Der Hauptausschuss der Stadt Mölln rief letzten Dienstag den Klimanotstand für Mölln aus. Damit wurde der von Dr. Joachim Ledeboer-Thiele auf der Einwohnerversammlung gestellte Antrag, in Mölln genau wie in Konstanz den Klimanotstand auszurufen, angenommen.

„Ab September 2019 soll bei jeder Beschlussvorlage die Auswirkungen auf den Klimaschutz mit positiv, negativ oder neutral angegeben werden. Bei negativer Prognose müssen Alternativen geprüft und angeboten werden“, so Mechthild Rosker, Grüne Stadtvertreterin.
„Um Auswirkungen auf das Klima abschätzen zu können, reicht meistens der gesunde Menschenverstand und erst in zweiter Linie ist ein Konzept notwendig“, sagt Regina Hälsig, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Den Klimanotstand ausrufen bedeute, dass alle Entscheidungen, die in der Verwaltung getroffen werden, auf Klimaverträglichkeit geprüft werden. Klimaverträglichkeit hat nun absoluten Vorrang wie zum Beispiel bei

◦ Unterhaltung, Planung und Bau öffentlicher Gebäude
◦ Bebaungsplanung mit ökologischen Vorgaben
◦ Klimaverträglichem Essen in KiTa und Schule
◦ Verwendung von Materialien aus klimaneutraler Produktion, sei es der Pflasterstein oder der Stift in der Verwaltung
◦ klimafreundlicher Verkehr wie vor allem Förderung des Bus-, Fuß- und Fahrradverkehrs
◦ Praktiziertem Baumschutz
◦ u.s.w

„Es bedeutet weiter, dass das klimafreundliches Verhalten gefördert und unterstützt und klimafeindliches Verhalten erschwert werden muss“, erklärt Regina Hälsig. Der von den Bürgern geäußerte Wunsch nach mehr Klimaschutz sei laut Grüne eine Notwendigkeit und müsse so schnell wie möglich umgesetzt werden: „Es geht um den Erhalt dieser Erde, die wir nur für unsere Enkel und Enkelinnen verwalten. Wir sollten sie ihnen so intakt wie möglich übergeben, sonst werden wir uns fragen lassen müssen, warum wir es so weit kommen lassen konnten.“ Der Ausgang der EU-Wahl zeige deutlich, dass auch die Menschen dies wollen, so die Grünen.

Bevor der Beschluss des Hauptausschusses zur Anwendung kommt, muss dieser auch noch die Stadtvertretung passieren, die in dieser Frage das letzte Wort hat. Diese tagt das nächste Mal am 20. Juni 2019.

Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Version des Berichts, einer Pressemitteilung der Möllner Grünen, war nur die Rede davon, dass der Hauptausschuss für die Ausrufung des Klimanotstands in Mölln gestimmt hat. Selbstverständlich muss die Stadtvertretung diesen Beschluss ebenfalls mehrheitlich bestätigen, damit der Klimanotstand zur Anwendung kommt.

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