‚Wir weigern uns, Feinde zu sein‘

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Daoud Nassar aus Bethlehem. Foto: hfr

Mölln (pm). „Wir weigern uns, Feinde zu sein“ – unter diesem Motto findet am Dienstag, 18. Juni, eine Vortragsveranstaltung mit Daoud Nassar aus Bethlehem statt.Beginn ist um 19.30 Uhr im Polleyn-Zentrum Mölln, Polleyn-Platz 9.

Unter schwierigsten Bedingungen lebt die Familie Nassar auf dem seit mehreren Generationen im Familienbesitz befindlichen Weinberg im besetzten Westjordanland in der Nähe von Bethlehem. Der Weinberg ist umgeben von israelischen Siedlungen – das heißt von Trabantenstädten mit mehreren Zehntausend Einwohnern. Seit 1991 versucht der Staat Israel das Land der Familie Nassar zu enteignen, um dort eine neue Siedlung zu gründen.

Die Familie Nassar leistet gewaltfreien Widerstand gegen die drohende Enteignung. Sie bewirtschaftet das Land trotz der Unannehmlichkeiten und Behinderungen, die durch Repressalien der israelischen Regierung oder Angriffe israelischer Siedler entstehen. Seit über 25 Jahren kämpft sie vor Gericht um ihr Recht.

Zudem gründete sie auf dem Gelände das interkulturelle Friedensprojekt „Tent of Nations“, eine Begegnungsstätte, die sich als Ort des kulturellen Dialogs versteht und zu einem Treffpunkt für Menschen vieler Nationen geworden ist.

Daoud Nassar wurde für sein beispielhaftes gewaltfreies Engagement – neben 14 anderen herausragenden Persönlichkeiten weltweit – im Herbst
2018 der vom deutschen und französischen Staat gestiftete Menschenrechtspreis 2018 verliehen.

Veranstalter ist der Verein Miteinander leben, Mölln.

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