Wälder müssen vor weiterem Befall durch den Borkenkäfer geschützt werden

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Fraßbild mit Käfern. Foto: Happach-Kasan
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Herzogtum Lauenburg (pm). Im letzten Forstausschuss war das Wirtschaftsergebnis der Kreisforsten Thema. Forstdirektor Henner Niemann berichtete, dass im letzten Wirtschaftsjahr 54.000 Festmeter Holz eingeschlagen worden seien, also 4.000 Festmeter mehr als der derzeitige Hiebsatz von 50.000 Festmetern festlege. Auf spezielle Nachfrage durch Christel Happach-Kasan zum Einschlag von Fichtenholz berichtete er: Es wurden 16.000 Festmeter Fichte eingeschlagen, von denen 8.000 Festmeter Windwurf und 2.500 Festmeter Käferholz gewesen seien, 11.500 Festmeter waren Eschen, die vom Eschentriebsterben befallen waren. Der Holzerlös aus dem Fichtenholz betrug 30 Prozent.

Die große Menge Kalamitätsholz habe zur Übernutzung geführt. Nach Auffassung der FDP muss zum Ausgleich in den nächsten Jahren weniger Holz eingeschlagen werden.
In den Wäldern liegt in einigen Regionen noch Holz, das vom Buchdrucker befallen ist. Auf Nachfrage von Happach-Kasan stellte der Forstdirektor dar, in welcher Weise ein weiterer Befall der Fichten verhindert werden soll:

1. Der Befall aus dem vergangenen Jahr wird saniert.

2. Um Neubefall zu mindern, werden an ausgewählten Stellen und nach artenschutzrechtlicher Prüfung Fangholzhaufen aufgestellt, die mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sind. Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hatte eine Anordnung zum Gebrauch von Insektiziden zur Bekämpfung von Schadinsekten im Wald erlassen.

3. Monitoring der Fichten, um erste Anzeichen von Käferbefall zu entdecken und die Bäume dann einzuschlagen. Die FDP unterstützt diese Vorgehensweise, denn Holz ist in Deutschland der wichtigste nachwachsende Rohstoff, den wir haben. Für eine nachhaltige Wirtschaft ist der Rohstoff Holz von entscheidender Bedeutung.

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