Zukunftsgespräch zur Ratzeburger Volkshochschule

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Volkshochschulleiter Holger Martens (2.vl.) skizziert das Zukunftskonzept der Ratzeburger Volkshochschule (vl. Matthias Radeck-Götz (SPD), Karsten Schneider, Verbandsdirektor des Landesverbandes der Volkshochschulen S.-H., Lutz Jakubczak, Stadtverwaltung, Otto Rothe (FRW), Bürgermeister Rainer Voß, Thomas Kuehn (FDP), Helma Burazerovic (Bündnis90/ Die Grünen).
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Ratzeburg (pm). Im Rahmen eines Arbeitsgespräches hat die Leitung der Ratzeburger Volkshochschule kommunalpolitischen Vertretern ihr Entwicklungskonzept unter dem Titel „Unsere Volkshochschule Ratzeburg als Zukunftsprojekt“ vorgestellt. Volkshochschuleiter Holger Martens skizzierte dabei die vielfältigen Aufgabenstellungen und Herausforderungen der Volkshochschule, insbesondere auch mit dem Blick auf den demographischen Wandel, digitales Lernen und digitale Kompetenz-Vermittlung, politische Bildung oder auch „Junges Lernen“ für all diejenigen, die Unterstützung beim Übergang von Schule ins Berufsleben suchen.

„Eine bedarfsorientierte, moderne, gut ausgebaute und ausgestattete Erwachsenenbildung ist in vielerlei Hinsicht eine wichtige und wertvolle Ressource in den Kommunen des ländlichen Raumes. Sie stellt, ganz dem Konzept des lebenslangen Lernens verpflichtet, Bildungsangebote vor Ort bereit, die Bürgerinnen und Bürger individuelle Entwicklungschancen eröffnen und Teilhabe ermöglichen. Sie kann darüber hinaus aber auch ganz maßgebliche Beiträge zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Gesunderhaltung, zur politischen Willensbildung oder der Gestaltung wichtiger gesellschaftlicher Prozesse leisten“, beschrieb Holger Martens das kommunale Potential, das in der Institution „Volkshochschule“ liegt und aus seiner Sicht auch erschlossen werden sollte.

Karsten Schneider, Verbandsdirektor des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein e.V., lobte die ehrenamtlich geleistete Arbeit der Ratzeburger Volkshochschule, die rein nach geleisteten Unterrichtsstunden bereits hauptamtlichen Umfang angenommen habe, als landesweit vorbildlich und unterstützte ausdrücklich die Zukunftsinitiative mit dem Hinweis auf die Bedeutung der Volkshochschule als Bildungseinrichtung gerade im ländlichen Raum. Die Schwerpunktsetzungen der Entwicklung, insbesondere in den Bereich des digitalen Lernens, der politischen Bildung, der Gesundheitsvorsorge und des beruflichen Lernens, seien aus seiner Sicht dabei völlig richtig gesetzt.

Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule, erläuterte zudem die Möglichkeiten von Synergien, die sich mit den administrativen Ressourcen der Volkshochschule erzielen ließen, am Beispiel der Dozentenverwaltung- und -abrechnung. Das eingesetzte System, so Silvia Tessmer, sei schon jetzt darauf ausgelegt, auch Institutionen wie die „Offene Ganztagsschule“ professionell zu betreuen, wie dies bereits in einigen Kommunen und Landkreisen auch praktiziert werde.

In der anschließenden Diskussion wurde über Möglichkeiten und Wege beraten, wie sich die Ratzeburger Volkshochschule auf Basis dieses Zukunftskonzeptes fortentwickeln könnte und sollte, auch mit Blick auf eine mögliche hauptamtliche Ausrichtung, die viele weitere Türen öffnen und Fördermöglichkeiten für ein umfassendes und zukunftsorientiertes Erwachsenenbildungsangebot in der Region erschließen könnte. Die anwesenden kommunalpolitischen Vertretern sagten zu, das Zukunftskonzept der Ratzeburger Volkshochschule weiter in ihren Gremien zu beraten.

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