Unermüdlich in Sachen Demokatie, Toleranz und Zivilcourage

Jugendbildungsangebote des Vereins Miteinander leben e.V. landdesweit gefragt.

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Ercan Kök und Nadeshda Gerdt vermitteln Demokatie, Toleranz und Zivilcourage in praxisorientierten Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen in ganz Schleswig-Holstein. Foto: hfr
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Mölln (pm). Die demokratiestärkenden Jugendbildungsangebote des Vereins Miteinander leben e.V., die seit 2002 im Rahmen der Bildungsinitiative OPEN MIND entwickelt wurden und seit dem stetig gewachsen sind, haben im vergangenen Jahr eine Rekordbeteiligung erfahren. Landesweit wurden die Angebote des „mobilen demokratietheaters“, des „TOLERANZTRAININGS“ oder des Zivilcouragetraining „STOP IT“ an neun weiterführenden Schulen, einem Berufsbildungszentrum sowie zwei Jugendeinrichtungen durchgeführt und erreichten in der Summe rund 900 Teilnehmer*innen.

„Unser Einzugsbereich ist schon seit vielen Jahren deutlich über Mölln hinausgewachsen und reicht aktuell von Lauenburg bis Flensburg“, so Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V.. Die jeweils zweitägigen Workshops, durchgeführt von Theaterpädagogin Nadeshda Gerdt und Sozialpädagoge Ercan Kök, sind stark nachgefragt, mit steigender Tendenz.

„Wir vermitteln unsere Inhalte zu Demokratie, Toleranz und Zivilcourage immer ganz nah am jeweiligen Alltagserleben der Schüler*innen in Formaten, die in hohem Maße eigene Erfahrungen einbinden wie auch zum Mitmachen und Sich-Ausprobieren einladen. Kein Workshop ist daher gleich.“, beschreibt Nadeshda Gerdt die Workshopphilosophie. „Dabei nehmen wir auch immer wieder bestehende Konfliktlagen auf, die oft unausgesprochen im Klassenverband liegen und geben Raum, diese gemeinschaftlich in Richtung einer Lösung zu diskutieren“, ergänzt Ercan Kök ganz im Sinne der Workshopprämissen, eigenes Handeln und Engagement zu aktivieren. Grundlage aller Workshopangebote sind die Menschrechte. Sie dienen in Inhalten wie auch in Konfliktlösungsstrategien als Leitbild. Dazu kommt dem Grundgesetz eine richtungsweisende Rolle im Rahmen des „mobilen demokratietheaters“ zu.

„Ein solch breit gewachsenes, demokratieförderndes Jugendbildungsangebot ehrenamtlich zu entwickeln und vorzuhalten, ist nur möglich mit verlässlicher Unterstützung, wie wir sie seit vielen Jahren durch Land, Kreis und kommunale „Partnerschaften für Demokratie erfahren“, sagt Mark Sauer mit Blick auf weiter steigende Anfragen aus dem gesamten Bundesland im neuen Projektjahr 2019, aber auch in Hinsicht auf neu geplante Projektangebote, beispielsweise in der politischen Jugendmedienbildung, um mit aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten. Informationen zu den allen Bildungsangeboten sind unter www.verein-miteinander-leben.de zu finden.