DLRG warnt vor falscher Sicherheit: Das Betreten von Eis birgt noch Gefahren

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Jan Frederik Schlie (li) und Christian Lossau (re) demonstrieren die unzureichende Dicke des Eises. Foto: hfr
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Mölln (pm). Trotz der kalten Temperaturen in der vergangenen Woche reicht die Eisdecke auf unseren Seen für ein sicheres Betreten noch nicht aus. Aus diesem Grund rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten, und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen.

Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren. Jan Frederik Schlie, Technischer Leiter der DLRG Mölln, rät deshalb zur Geduld: „Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens fünfzehn Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein. Derzeit haben wir gerade mal die Hälfte.“ Nicht gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten, lautet die Devise der Lebensretter.

Die DLRG probt für den Ernstfall in der Eisrettung. Foto: hfr

Prophylaktisch probten die Lebensretter jedoch am vergangenen Mittwoch bereits den Ernstfall. Ausgestattet mit speziellen Trockenanzügen und an einer Leine gesichert, wurden verschiedene Szenarien durchgespielt. Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen und niemals alleine unterwegs sein. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, so der praktische Rat von Jan Frederik Schlie. Denn es gilt: Im Notfall ist schnelle Hilfe erforderlich, da der Verunglückte zu unterkühlen droht.
Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben. Daher sofort einen Rettungswagen alarmieren.

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