AnMut! Inklusion braucht Tanz – Aktion Mensch fördert 20-monatiges Tanzprojekt in Mölln

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Silke Hüttel-Judith und Christian Judith (re.) können den Start der Trainings kaum erwarten. Foto: Susanne Paasch
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Mölln (pm). „Jetzt kann es losgehen!“ – Robert Kallinger, Vorsitzender des Hamburger Vereins ‚Them@Tanz‘ kann seine Freude kaum zügeln: nach monatelangen Planungen, Entwürfen, wieder neuen Entwürfen und schließlich der Antragsstellung an die Aktion Mensch wird der Traum wahr: Deutschlands größte Förderstiftung unterstützt seit dem 1. Januar 2019 das Projekt AnMut! in der Eulenspiegelstadt.

20 Monate hat der Verein Them@Tanz nun Zeit, Tanz so zu gestalten und auf die Bühne zu bringen, dass jeder mitmachen kann. Vielfalt statt Eintönigkeit ist das Motto.
Inklusiv Tanzen ist ein Herzensanliegen des im November 2016 gegründeten, jungen Vereins: „Wir sind der Meinung, dass Inklusion öffentlich stattfinden muss. Es braucht dringend Sichtbarkeit inklusiver Ideen, um von Inklusion zu begeistern,“ erläutert Kallinger. „Der Tanz ist dafür eine ideale Ausdrucksform.“

„Wir wollen gleichermaßen Menschen mit und ohne Behinderungen zum Tanzen bringen. Auch streben wir die Beteiligung von älteren und geflüchteten Menschen, die in Mölln leben, an“, erklärt Christian Judith von der Firma ‚K Produktion‘. „Ein breites Verständnis von Inklusion ist uns wichtig.“

‚K Produktion‘ aus Hamburg ist Kooperationspartner des Vereins im Projekt AnMut! Die tanzpädagogische und choreographische Leitung des Projekts wird durch Christian Judith und Silke Hüttel-Judith übernommen. Silke Hüttel-Judith arbeitet seit vielen Jahren als Tanzpädagogin. Diplom-Sozialpädagoge Christian Judith, Gründer und Geschäftsführer der Firma, ist von Geburt an körperbehindert und arbeitet seit über 20 Jahren in der Behindertenbewegung.

Geprobt werden soll wöchentlich in Mölln: „Die erdachte Choreografie wächst mit der Vielfalt der Teilnehmenden. Die Besonderheiten der Menschen sollen erlebt, verschiedene personentypische Eigenschaften gezeigt werden“ – erläutert Silke Hüttel-Judith, die voller Vorfreude auf die ersten Trainings blickt. „Es entsteht Stück für Stück eine kreative Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten. Die Freude an neuen Körpererfahrungen und Begegnungen steht im Vordergrund.“

Das Projekt wurde bereits bei der Antragsstellung prominent befürwortet. Möllns Bürgermeister Jan Wiegels betont in einem Unterstützerschreiben an den Verein, dass ihn besonders die Idee beeindrucke, die im Projekt geplanten vier Aufführungen in bereits bestehende kulturelle Angebote zu integrieren: „Hierdurch wird ein breiter Zugang der Öffentlichkeit zum Thema Inklusion geschaffen“, lobte Wiegels.

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