Wunderschöne ‚Wilde Weihnacht‘

Kreisjägerschaft Herzogtum-Lauenburg bereitete einen festlichen Tag für Menschen, die es schwerer haben als andere

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Heiß geliebt: der Weihnachtsmann. Foto: KJS Herzogtum Lauenburg
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Mölln (pm). Besonders die Weihnachtszeit zeichnet sich dadurch aus, dass viele Leute ein bisschen stärker an ihren Nächsten denken, Gutes tun und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Da macht die Kreisjägerschaft Herzogtum-Lauenburg natürlich keine Ausnahme. Wenn sie sich auch übers Jahr mit vielen Aktionen zum Wohle der Gesellschaft engagiert, so wird mit der „Wilden Weihnacht“ noch mal ein besonderes Glanzlicht in dunkler Zeit gesetzt. Mehr als 140 Kinder und 300 Erwachsene wurden von den Jägerinnen und Jägern im Naturparkzentrum Uhlenkolk willkommen geheißen, um fröhliche und „wilde“ vorweihnachtliche Stunden zu verbringen.

Das Organisationsteam um Sebastian Seeliger hatte sich einmal mehr mächtig ins Zeug gelegt, um die traditionelle Veranstaltung für Menschen, die finanziell nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, erlebnisreich zu gestalten – und leuchtende Kinderaugen waren der Beweis dafür, dass das erneut gelang!

Das war der Lohn für intensive Vorbereitungen, die aber auch viel Spaß machten, beispielsweise das Zubereiten des Wildbrets. Die Jagdfreunde Oliver Zeissig, Christopher Sokoll und Sebastian Seeliger waren mit Leidenschaft dabei, die Lebensmittelspende für das Wildgulasch von Edeka-Süllau in der Küche der Lebenshilfe auf dem Campus vorzubereiten und mit dem Fleisch von der Firma Willi Marks und einigen Jägern zu Köstlichkeiten zusammenzukomponieren. Alle Zutaten waren bewusst ausgesucht und alles wurde frisch, ohne Fertigprodukte hergestellt – das Wildgulasch mit Spätzle und Rotkohl zerging auf der Zunge…

Aber noch mehr Menschen halfen mit – durch persönlichen Einsatz und (Sach-)Spenden. Der Kakao- und Kinderpunsch-Stand von Oliver Dröse und Steffi Sengelmann kam bei den Gästen ebenso prima an wie die Crepes von Merle Schmitt und Gregor Mikolai oder auch die Waffeln von Sina Schmitz und Steffi Exner gemacht. Popcorn, Stockbrot und Waffeln über dem Feuer hat Christoph Reusch von Bushcraft North und sein Team sowie Daniel Paech gespendet und zubereitet. Spiele wie Riesen-Mikado, Hufeisenwerfen und andere sorgten für Vergnügen.

Volle Wagen: Oliver Zeissig, Christopher Sokoll und Sebastian Seeliger kümmerten sich um die
Edeka-Spenden.
Foto: KJS Herzogtum Lauenburg

Mit Fantasie und Geschick bastelte Rita Seeliger Weihnachtsdeko mit dem Nachwuchs, während Manfred Seeliger gemeinsam mit Kindern, Nistkästen zusammenbaute, die von der Zimmerei Martin Rogge aus Kankelau spendiert worden waren, Ann Kathrin Petermann und Justin Stüdemann baten zum Kerzenziehen. Und zur Belohnung für alle Anstrengungen erholten die Steppkes sich bei Geschichten, die Sabine Langbein in der Köhlerhütte vorlas und bei Gitarrenklängen eines Musikers, den Hase Events vorbeigeschickt hatte.

Rita Seeliger in ihrem Element: basteln mit den Kindern. Foto: KJS Herzogtum Lauenburg

Keine Weihnachtsfeier ohne Weihnachtsmann! Harun Qazi aus Ratzeburg und sein Wichtel-Assistent verteilten Geschenke für die Kinder: Malbücher, Holzfiguren und Tierbestimmungsbücher von der KJS Herzogtum Lauenburg, von der Firma Waffen Bartels aus Behlendorf und der Firma Grube aus Bispingen. Und die unverzichtbaren Weihnachtsbäume hatten Graf Gregor von Bismarck beziehungsweise die Bismarcksche Forstverwaltung gespendet, Dennis Völzke kümmerte sich um den Verkauf für fünf Euro pro Stück und das gemütliche Feuer auf der Anlage Der Round Table sorgte mit einem finanziellen Zuschuss in dreistelliger Höhe dafür, dass unvermeidbare Kosten abgedeckt wurden. Doch allerdings wurden auch die Gäste gebeten, sich mit sehr kleinen Beiträgen zu beteiligen – denn die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Menschen eben nicht alles gratis erhalten möchten, sondern sich einfach besser fühlen, wenn sie nach ihren Kräften einen kleinen Obolus beitragen. Doch wurde natürlich niemand weggeschickt oder von einer Attraktion ausgeschlossen, der nun ganz und gar keine Mittel besaß. Motto: Alle halten zusammen.

So konnte Organisations-Chef Sebastian Seeliger eine positive Bilanz ziehen: „Wir haben besinnliche Stunden am Lagerfeuer mit stimmungsvollen Klängen der Gitarre verbracht und viele stimmten bei den alten bekannten Weihnachtsliedern mit ein. Die Kinder konnten toben, basteln, naschen und kokeln… einfach Kind sein, wie wir es von früher kannten.“ Übrigens waren das „Wilde Weihnachten“ zudem komplett alkoholfrei, da auch Angehörige des Blauen Kreuz zu Gast waren.

Man merkte, dass jeder einzelne mit viel Herzblut dabei war, damit Kinder einen unbeschwerten Tag verbringen konnten. Und viele schauten schon weit voraus – sie konnten beruhigt werden. Auch im kommenden Jahr wird es wieder „Wilde Weihnachten“, sogar der Termin steht schon fest. Es ist der 15. Dezember 2019.