USA, Mexiko und Kanada einigen sich auf Handelsabkommen

41
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

(pm). Kanadas Premierminister Justin Trudeau, Mexikos scheidender Präsident Enrique Pena Nieto und US Präsident Donald J. Trump haben sich nun doch endlich auf einen Nachfolger für den nordamerikanischen Freihandelspakt NAFTA einigen können. Die Rede ist von USMCA, ein neues Handelsabkommen, das – so Donald Trump – aus drei gleichwertigen Partnern besteht. Im Zuge des G20-Gipfels kamen die drei Staatsmänner in Buenos Aires, Argentiniens Hauptstadt, zusammen, um sodann endlich Nägel mit Köpfen zu machen.

Das neue Abkommen war seit geraumer Zeit Gegenstand heftiger Streitigkeiten zwischen den Ländern – mehrfach stand das Nachfolgeabkommen vor dem endgültigen Scheitern. Viele Trader, die etwa auch Informationen über forexhandel.org einholen, haben sich bereits mit den düstersten Prognosen befasst. Nun ist das größte Freihandelsabkommen der Welt aber doch noch gerettet worden.

USMCA folgt dem Freihandelsabkommen NAFTA

Kanada, Mexiko und die USA haben nun das neue Handelsabkommen, das den Namen USMCA (USA Mexiko Kanada-Abkommen) trägt, unterschrieben. Schon vor Beginn des G20-Gipels konnten die drei Vertragspartner das Abkommen unterzeichnen und so für die NAFTA-Fortsetzung sorgen. „Hier handelt es sich um eine Modellvereinbarung, die die Handelslandschaft mit Sicherheit für immer verändern wird“, so der US Präsident im Zuge der Unterzeichnung. Enrique Pena Nieto, Mexikos scheidender Präsident, unterfertigte den Vertrag für Mexiko, Justin Trudeau, Kanadas Premierminister, in weiterer Folge für Kanada.

Haken“ und „Missbrauch“ sind nun entfernt worden

Donald Trump kündigte das seit dem Jahr 1994 bestehende NAFTA-Abkommen auf, weil er der festen Überzeugung war, die USA würde durch das bestehende Regelwerk gravierende Nachteile erleiden. In weiterer Folge drängte Donald Trump die beiden Nachbarstaaten zu neuen Verhandlungen.

Ende September konnten sich dann Mexiko, Kanada wie die USA auf einen neuen Freihandelspakt einigen. „Wir haben viele Haken und auch Missbrauch entfernen können“, so Trump. „Natürlich war es eine Schlacht. Aber harte Kämpfe führen oft dazu, dass man gute Freude findet“, bemerkte der US Präsident in Richtung Kanadas Premierminister.

Noch fehlt die Zustimmung des Kongress

So besagt der neue Pakt, dass amerikanische Farmer nun mehr Molkerei- wie auch Michprodukte nach Kanada exportieren dürfen. Als Gegenleistung besteht die US Regierung hingegen nicht mehr auf die Abschaffung des unabhängigen Schiedsgerichts, das im Zuge etwaiger Handelsstreitigkeiten kontaktiert werden kann. Zudem hat sich auch die Trump-Regierung gegen die Einführung von möglichen Autozöllen entschieden. Noch ist das neue Abkommen aber nicht ratifiziert. Erst dann, wenn der US Kongress zustimmt, wird USMCA in Kraft treten.

Freihandelsabkommen beeinflusst das Leben von mehr als 500 Millionen Menschen

Das im Jahr 1994 in Kraft getretene NAFTA-Abkommen, das zwischen den Ländern Mexiko, Kanada und den USA geschlossen wurde, sorgte für die Regelung der größten Freihandelszonen der Welt.

Wer sich näher mit den Zahlen befasst, der weiß, dass eine Fortsetzung unter dem Namen USMCA extrem wichtig war. So beeinflusst das Freihandelsabkommen das Leben von rund 500 Millionen Menschen und hat zudem auch einen Einfluss auf ein Gebiet, das eine Wirtschaftsleistung von rund 23 Billionen US Dollar (das sind um die 19,80 Billionen Euro) aufweist. Seit dem Jahr 1994 konnte sich das amerikanische, mexikanische wie auch kanadische Handelsvolumen vervierfachen und liegt nun bei 1,3 Billionen US Dollar.