Möllner Welle beispielgebend für ein Hallenbad in Schwarzenbek?

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Horst Kühl, Swantje Meins, Dennis Westphal, Günter Studt, Heinz Grothkopp, Egon Siepert vor der Möllner Welle. Foto: Bienwald
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Schwarzenbek/Mölln (pm). „Immer weniger Kinder haben die Möglichkeit Schwimmen zu lernen – wir wollen dies ändern“, sagt Egon Siepert. Mit seinen CDU-Kollegen aus den Städten Mölln und Schwarzenbek traf sich der Vorsitzende des Planungsausschusses Schwarzenbek zum Besuch der ‚Möllner Welle‘.

„Als Best Practice – Beispiel für ein Hallenbad haben wir ein funktionales aber nicht unterkühltes Beispiel in der Ausführung gesucht und in Mölln gefunden“, sagt Stadtverordneter Günter Studt. Wichtig sei ein Wohlfühlfaktor für die Besucher aber vor allem die Möglichkeit für Schwimmlernkurse, Rehabilitationsmassnahmen und Bewegung zur Gesunderhaltung. „Ein Wolkenkuckucksheim wird es mit uns nicht geben, ein Spaßbad mit Spielgeräten und Riesenrutschen ist weder unser Wunsch noch aus unserer Sicht machbar“, legen die beiden CDU-Vertreter fest, „die finanziellen Auswirkungen werden wir bei allen Überlegungen in den Vordergrund stellen.“

Schwimmmeister und Badleiter der Möllner Welle Dennis Westphal stand bei einem Rundgang Rede und Antwort – die Möllner Erfahrungen zu Schwimmlernkursen und Schwimmabzeichenabnahme interessierte dabei besonders. „Erfreulich ist die Zahl von ungefähr 75 Seepferdchenabzeichen im Jahr, die auch in Schwarzenbek erreicht werden könnten“, sagt Siepert.

Im Gespräch mit den Möllner Parteifreunden, Fraktionsvorsitzender Swantje Meins, Kreistagsabgeordnetem und Aufsichtsratsvorsitzendem der Stadtwerke Mölln Horst Kühl und Kreistagsabgeordneter Anja Reimann, wurde deutlich, dass sich Politik und Verwaltung gemeinsam an einen Tisch setzen müssten, um die Vorüberlegungen voranzutreiben. Vom Geschäftsführer der Vereinigten Stadtwerke Heinz Grothkopp gab es zudem Tipps zur Umsetzung: So habe es Vorteile einen Projektentwickler zu bestellen, der als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und schließlich den ausführenden Unternehmen auch in der Bauphase dienen könne.

„Intensive Gespräche werden wir sowohl mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung als auch mit dem Schwarzenbeker Umland führen“, kündigt Siepert an. Als zweite Kommune nach dem durch Mehrheitsbeschluss gescheiterten Versuch in Büchen wirft damit nun die CDU Schwarzenbek ihren Hut in den Ring, um ernsthaftes Interesse an einem Hallenbadbau im Südkreis des Lauenburgischen zu bekunden. Anders als in Büchen ist hier die sogenannte Machbarkeitsstudie aber bereits auf den Weg gebracht und soll am Mittwoch in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Fördermittel zum Bau des Bades könnte es dann auch aus dem Kreis geben: Die Mehrheitsfraktionen CDU und Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag haben dies in ihrer Kooperationsvereinbarung angekündigt.