Tierischer Besuch bei der Jugendfeuerwehr Escheburg

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Vorstellung der Rettungssuchhunde. Foto: Andrea Wieser

Escheburg (pm). Während einer gemeinschaftlichen Übung der JF Escheburg und der JF Wentorf wurde es wuselig und man sah freudige, wedelnde Hunde. Die DRK-Rettungshundestaffel Herzogtum Lauenburg war zu Besuch und stellten den neugierigen Jugendlichen mit leuchtenden Augen ihre Arbeit vor.

Die Rettungshundestaffel wird, genau wie die Feuerwehren auch, über die Leitstelle mit eigener Schleife über den Meldeempfänger alarmiert. Bis zu 40 Einsätze können es im Jahr werden und die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Hilfsorganisationen ist sehr gut.

Schon im Welpen Alter wird spielerisch an die bis zu drei jährige Ausbildung der Hunde herangegangen. Jeder mittelgroße Hund ist grundsätzlich für die Ausbildung zum Rettungshund geeignet. Er sollte lernfreudig sein und einen großen Spieltrieb mitbringen, die Ausbildung basiert auf dem Spiel- und Futtertrieb. Jeder Hund wird dann auf zwei Jahre geprüft und bekommt bei erfolgreicher Prüfung eine Art „TÜV-Plakette“.

Trainiert wird das Begehen von Gitterrosten, Brettern, Wippen und Leitern oder das Durchkriechen von verschiedenen Tunneln und Röhren. Nachdem alle Fragen von den wissbegierigen Jugendlichen beantwortet wurden, ging es für praktische Einsatzszenarien nach draußen. Zwei von den Jugendlichen stellen sich zur Verfügung und wurden als vermisst gemeldet. Da bei diesen herbstlichen Temperaturen der Faktor Zeit für eine Personensuche eine wichtige Rolle spielt, die Vermissten können sich schnell unterkühlen, ist es wichtig schnell die Rettungsaktion durch zu führen. Hierbei wird ein Flächensuchhund eingesetzt, der systematisch eine große Fläche selbstständig unangeleint durchsucht. Zum Glück wurden die Kids schnell gefunden und der Hund setzte sich zu den vermissten Personen hin und zeigt aktiv durch Bellen den Standort an.

Bei dem Suchszenario zwei wurde der Personensuchhund, auch Mantrailer genannt, eingesetzt und es wurde dem Hund ein Kleidungsstück von der vermissten Person gegeben. Hierbei kann der Hund verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden und sich trotz vieler Ablenkungen ausschließlich an den Geruchspartikel der gesuchten Person orientieren. Der Hund befindet sich an der langen Leine und führt sein Herrchen an die vermisste Person. Auch hier hatte der Einsatz ein glückliches Ende genommen.
Da Arbeiten im Freien hungrig macht, wurden am Ende der gemeinschaftlichen Übung lecker Würstchen gegrillt.