Doku mit Risiken und Nebenwirkungen in Mölln

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Filmemacher Sieveking (re.) trifft in Westafrika den dänischen Epidemiologen Professor Peter Aaby. Foto: Flare Film
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Mölln (pm). Am kommenden Dienstag, 20. November, zeigt das Kino in Mölln den Dokumentarfilm „Eingeimpft“: Der Filmemacher David Sieveking erlebt nach der Geburt seiner Tochter, wie die familiäre Idylle kippt, als es darum geht, die kleine Zaria zu impfen. Mutter Jessica hat Angst vor Nebenwirkungen, während David sich viel mehr Sorgen um die drohenden Krankheiten macht. Jessicas Unbehagen bringt den Dokumentarfilmer dazu, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Aber die Zeit drängt: in der Berliner Nachbarschaft brechen die Masern aus, Jessica ist wieder schwanger und die Impfentscheidung für die kleine Zaria ist überfällig.

Bei seinen Recherchen trifft der Filmemacher Sieveking seriöse Wissenschaftler und zeigt aktuelle Forschungsprojekte. Allerdings gibt er auch selbsternannten Impfkritikern übermäßig viel Redezeit und räumt auch wissenschaftlich wenig haltbaren Meinungen und Spekulationen Platz ein, ohne dies immer qualifiziert zurecht zu rücken. Dass der Film auch noch von öffentlich-rechtlichen Sendern wie dem BR, RBB und Arte mitproduziert wurde, ist daher skeptisch zu sehen.

In den vergangenen Wochen ist der Dokumentarfilm in den deutschen Medien für diesen unkritischen Umgang scharf kritisiert worden. Als Ersatz für eine qualifizierte Impfberatung durch den Haus- oder Kinderarzt taugt „Eingeimpft“ daher nicht. Die Doku mit Risiken und Nebenwirkungen läuft am Dienstag um 19.30 Uhr im Möllner Augustinum.

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