Pilotprojekt ‚Mietführerschein‘ hilft Geflüchteten bei der Wohnungssuche

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Team Diakonisches Werk, Sascha Färber (Haus und Grund) und einige Teilnehmende. Foto: hfr
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Gudow (pm). Um Geflüchtete in Schleswig-Holstein bei der Wohnungssuche zu unterstützen, führen die AWO Landesverband und das Diakonische Werk Herzogtum Lauenburg gemeinsam das Pilotprojekt „Mietführerschein“ durch. Das zentrale Ziel des Projektes ist es, die Geflüchteten dabei zu unterstützen, geeigneten Wohnraum eigenständig anzumieten und den Wohnalltag selbstständig zu meistern. In interaktiven Workshops werden deshalb unterschiedliche Themen des Wohnalltags vermittelt. Potenzielle Probleme im Wohnalltag aufgrund von Unwissenheit sollen so verhindert werden.

Nach einem ersten erfolgreichen Kurs durch die AWO in Büchen wurden in der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises in Gudow durch das Diakonische Werk Herzogtum Lauenburg weitere vierzehn Geflüchtete ausgebildet und bekamen eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt. Die Referenten der Workshops waren unter anderem Sascha Färber von „Haus und Grundbesitzerverein Lübeck“ sowie Karsten Neuhaus von der „AWSH“. Für eine Teilnahmebestätigung ist es notwendig, dass alle Module absolviert werden. Im Mittelpunkt des Workshops stehen Themen wie Umzug, Rechte und Pflichten von Mietern, Kosten und Versicherungen, Energieverbrauch, Abfallentsorgung oder Alltag und Sicherheit.

Langfristig soll das Projekt zu einer interkulturellen Öffnung beitragen. Es konnten bereits Kooperationspartner wie zum Beispiel Haus und Grund, Mieterbund, AWSH gewonnen werden. In der Zukunft ist geplant, möglichst viele Unterstützer zu gewinnen und die Liste der Kooperationspartner und Referenten stetig zu erweitern.