‚Nachwuchsprobleme im Handwerk sind hausgemacht‘

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Bernd Elvert und Kathrin Wagner-Bockey im Gespräch. Foto: Kathrin Wagner-Bockey
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Herzogtum Lauenburg (pm). SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wagner-Bockey besuchte Heizungs- und Sanitärbetrieb von Bernd Elvert. Im Gespräch ging es um die Situation des Handwerks im Kreis Herzogtum-Lauenburg. Wagner-Bockey erkundigte sich nach Elverts Eindruck zum Tariftreue- und Vergabegesetz. Auch in diesem Gespräch wurde einmal mehr deutlich, dass das Problem des Handwerks nicht in der Tariftreue liegt. Auch der Sinn von verbindlichen Vergaberichtlinien ist gegeben. Was aber in beiden Bereichen fehle, sind die Kontrollen zur Einhaltung der Vorschriften. Wenn sich nicht alle Unternehmen an die Lohnregeln halten, entsteht eine Schieflage im Wettbewerb, die schädlich ist.

Bernd Elvert, lagen besonders zwei Themen auf dem Herzen: Zum einen der Erhalt des Meisterbriefes. Die Abschaffung sorge dafür, dass immer weniger Betriebe ausbilden würden. „Die Nachwuchsprobleme im Handwerk sind hausgemacht. Hier muss ein Umdenken in der Politik erfolgen“, so Elvert. Als Mitglied der Kreishandwerkerschaft, sprach er sich zudem für Jugendberufsagenturen vor Ort aus. Junge Menschen bis 25 Jahre werden hier auf dem Weg ins Berufsleben unterstützt.

„Die ersten Jugendberufsagenturen wurden noch von der „Küstenkoalition“ geschaffen. Es ist erfreulich, dass diese Initiative seit 2016 stetig wächst und auch von der neuen Landesregierung beibehalten wird“, betonte Wagner-Bockey. „Ich setze mich sehr dafür ein, dass der Kreis Herzogtum-Lauenburg sich für eine Jugendberufsagentur entscheidet. Landrat Dr. Mager versicherte mir, dass dies eines der ersten Themen für den neuen Kreistag sein wird. Glücklicherweise kann dieses Thema mit den beiden neuen SPD-Ausschussvorsitzenden Gitta Neemann-Güntner (Bildungsausschuss) und Manfred Börner (Jugendhilfeausschuss) zukünftig gebündelt werden. Hier wird es sicher zeitnah einen neuen Anschub geben!“

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