Ratzeburger Soroptimisten verleihen Frauenförderpreis an Silvia Tessmer

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Claudia Bormann (re.), Präsidentin vom Club Ratzeburg von Soroptimist International verleiht den Frauenförderpreis 2018 an Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. Foto: hfr
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Ratzeburg (pm). Frauen im Kreis für ihr gesellschaftliches Engagement, ihren Einsatz, ihr Handeln für unsere Gesellschaft zu würdigen, ist das Ziel des Förderpreises des Club Ratzeburg von Soroptimist International, der seit 2016 alle zwei Jahre ausgelobt wird. Zur zweiten Preisträgerin wurde in diesem Jahr dafür Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburg Volkshochschule, gekürt.

Claudia Bormann, Präsidentin der Ratzeburger Soroptimisten, ein Netzwerk berufstätiger Frauen, begründete die Auswahl mit den besonderen ehrenamtlichen Leistungen, die Silvia Tessmer seit 2011 im Bereich der Erwachsenenbildung in einem herausfordernden Umfeld zeigt. Vor allem aber hob Claudia Bormann ihre herausragende Tatkraft hervor, mit der sie ab 2015 ein System von Sprachkursen samt Kinderbetreuung für Geflüchtete an der Ratzeburger Volkshochschule etabliert hat, das ganz maßgeblich bis heute zur gelingenden Integration vor Ort beiträgt.

„Solche Erfolge zu erzielen, eine solch eindrucksvolle Struktur aufzubauen, dazu gehören sowohl Empathie wie auch hohe Kompetenz und Durchsetzungsstärke“, sagte Laudatorin Bormann bei der Preisverleihung in der Stadtkirche St. Petri, die im Rahmen der Veranstaltung „FRAUEN ZEIGT EUCH“ zum internationalen Frauentag durchgeführt wurde.

Silvia Tessmer selbst zeigte sich von der Auszeichnung überrascht über die wertschätzende Würdigung, sei es auch ihrer Sicht doch nichts Besonderes und eine Ehrensache, sich in der Form zu engagieren. Sie nutzte allerdings ihre Erwiderung, um sich eindringlich für ihre Schüler stark zu machen und fand deutliche Worte gegen Alltagsrassismus, von denen im Sprachunterricht zunehmend berichtet wird: „Immer häufiger wird von verbalen Attacken und anderem inakzeptablem Verhalten, gegenüber Geflüchteten berichtet, wie zum Beispiel dem Anspucken einer jungen Frau bei Edeka. Sollten Sie Zeuge solcher Vorkommnisse sein, ist es wichtig, diese nicht nur zu dokumentieren, sondern den Betroffenen im Bedarfsfall auch professionelle Hilfe zu vermitteln. Sind es auch oft nur Worte, bitte versuchen Sie den Betroffenen vielleicht durch einen Blickkontakt zu vermitteln, dass das so ein Benehmen nicht ok ist und wenn es Ihnen gefahrlos möglich ist, wenden Sie sich aktiv gegen Rassismus und Ausgrenzung.“

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