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Herzogtum Lauenburg (pm). Anfang März wurden die Sieger der Impfwette 2017 im Herzogtum Lauenburg in jeweils einer Veranstaltung für den Süd- und den Nordkreis gekürt. Insgesamt konnten sich kreisweit in diesem Jahr 43 von den 73 teilnehmenden Klassen von 18 Schulen über Geldpreise zwischen 200 und 400 Euro freuen. Damit wurden Gesamtgeldpreise in Höhe von 8.200 Euro ausgeschüttet.

Dr. Roland Preuß, Mitglied des Kreisausschusses der Ärztekammer. Foto: Anders

„Wichtig ist auch das Engagement der Lehrer“, hob Dr. Roland Preuß, Mitglied des Kreisausschusses der Ärztekammer, in seiner Begrüßung der Nordkreis-Sieger am 14. März in Ratzeburg hervor. Ziel der „Wette“ sei es den Impfschutz zu verbessern. „Impfen macht Sinn“, erklärte Preuß den Schülern in einfachen Beispielen die Hintergründe. So seien beispielsweise die Pocken, gegen die es sonst kein Medikament gibt, nur durch weltweites Impfen ausgerottet worden. Er kritisierte auch die Impfgegner mit deutlichen Worten, deren Argumente seien statistisch nicht zu halten.

Die Impfwette ist eine Initiative des Kreisausschusses der Ärztekammer und des Gesundheitsamts des Kreises Herzogtum Lauenburg. Möglich wird diese Aktion jedoch nur mit Hilfe von Sponsoren. Im letzten Jahr beteiligten sich als Preisstifter das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, der Rotary Club Herzogtum Lauenburg-Mölln, der Rotary Club Ratzeburg-Alte Salzstrasse, der Lions Club Herzogtum Lauenburg, die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg sowie der Kiwanisclub Ratzeburg. Begonnen hatte das Projekt im Jahr 2014, allerdings noch nicht kreisweit sondern nun an den Möllner und Ratzeburger Schulen. Der Erfolg der ersten Impfwette animierte die Initiatoren jedoch, die Aktion auf den gesamten Kreis auszuweiten.

„Dieses Projekt ist in besonderer Weise geeignet, ein Bewusstsein der Eigenverantwortung zu schaffen“, lobte Kreispräsident Meinhard Füllner, der sich manchmal über die Sorglosigkeit seiner Mitmenschen in einer immer globaler und mobiler werdenden Welt wundere. „Die Lehrer haben hier eine Schlüsselfunktion“, lautete Füllners Appel an die Schulen, das Gesundheitsbewusstsein der Schüler weiter zu fördern.

Und so funktioniert die Impfwette: Klassen, die es schaffen, in einem vorher festgelegten Zeitraum möglichst viele Impfausweise ihrer Klasse zusammenzutragen, haben die Chance auf einen Geldpreis für ihre Klassenkasse. Der mögliche Gewinn richtet sich dabei nach der Zahl der vorgelegten Impfpässe. Klassen, in den mehr als 80 Prozent der Impfausweise vorgelegt wurden, erhielten 200 Euro, bei Vorlage von mehr als 90 Prozent gewann die Klasse 250 Euro und bei 100 Prozent 400 Euro.

Dr. Renata von Breymann (li), Vorsitzende des Kreisauschusses der Ärztekammer, überreichte zusammen mit den Sponsoren die Geldspritzen an die Schüler. Foto: Anders