Alle Jahre wieder – Wertholzversteigerung aus lauenburgischen Wäldern in Lanken

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Den größten Anteil des Wertholzes macht dabei mit mehr als 80 Prozent das Eichenholz aus. Foto: hfr
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Lanken (pm). Die wertvollsten Hölzer des winterlichen Holzeinschlags wurden auch in diesem Jahr in bewährter Tradition einem überregionalen Bieterkreis auf dem Lagerplatz in Lanken angeboten und nach Höchstgebot veräußert. Insgesamt standen 460 Stämme, größtenteils von Laubbäumen, zum Verkauf.

Den größten Anteil des Wertholzes macht dabei mit mehr als 80% das Eichenholz aus. Außerdem kamen noch Esche, Ahorn, Kirsche und einige Nadelhölzer zum Verkauf. Der Gesamterlös belief sich in diesem Jahr für die teilnehmenden Waldbesitzer auf über 500.000 Euro. Die Einnahmen werden im laufenden Jahr etwa in die Unterhaltung der Waldwege gesteckt um Waldbesuchern einen besseren Zugang zum Wald zu ermöglichen. Aber nicht nur die Wege stehen im Fokus des Eigenbetriebes Kreisforsten. Es sollen außerdem Bänke bereitgestellt und die vorhandenen Waldsinnespfade unterhalten werden.

Nahezu 90% der angebotenen Hölzer stammten aus kreiseigenen Wäldern. Diese Bäume wurden nach einer eingehenden Beurteilung ihres Wertes, Alters und Gesundheitszustandes einzeln den Beständen entnommen. Grundlage hierfür bildet eine Kartierung aller wertvollen Eichen im Kreiswald. Dadurch wird eine nachhaltige Ernte besonders starker Bäume über Jahrzehnte sichergestellt. Etwa 15% dieser Bäume wurden bei der Kartierung hingegen als sogenannte Habitatbäume ausgewiesen. Diese verbleiben dauerhaft in ihrem Ökosystem und stehen dann unter lebenslangem Schutz.

„Es ist schon eine Besonderheit und Ausdruck der vorbildlichen Bewirtschaftung durch viele Generationen lauenburgischer Förster, dass ein so kleiner Betrieb jährlich eine solche Menge wertvoller, starker Bäume anbieten kann.“ sagt Jan Stäcker, Kreisrevierförster in Niendorf. „Dies gelingt aber nur durch Einhaltung des Nachhaltigkeitsprinzips und den vorsichtigen Umgang mit unserem Starkholz. Danach handeln alle unsere Revierleiter“, so Stäcker weiter.

Der wertvollste Stamm der Submission kam in diesem Jahr aus dem Wald der Stadt Mölln, er erzielte einen Erlös von 1.589 Euro pro Kubikmeter. Dabei wurde dieser Baum nicht gezielt ausgewählt sondern war ein Opfer des Herbststurms „Xavier“.

Noch liegen die verkauften Stämme auf dem Lagerplatz in Lanken. Die Käufer werden aber bald mit dem Abtransport ihrer Hölzer beginnen. Wer sich also noch ein Bild dieser „Aushängeschilder“ unserer heimischen Wälder machen möchte, sollte sich mit einem Spaziergang über den Lagerplatz beeilen.