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Erstmal nen Kaffee. Mit Hafermilch, die ist gekauft. Auch die könnte ich theoretisch selbst machen. Puh, langsam wird mir das Ausmaß meines Vorhabens bewußt.

Das Brot schmeckt auch am zweiten Tag noch gut, sogar ungetoastet, dabei bin ich ein absoluter Toast-Fan. Irgendwie mag ich warmes Brot mit dieser leichten Kruste… Der Aufstrich ist immer noch ein Rest. Ich merke, dass es mich beginnt zu nerven. Verdammter Ehrgeiz. Wenn ich was mache, dann auch richtig. Aber Lebensmittel wegwerfen kommt nicht in Frage.

Nachmittags esse ich die letzten zwei Scheiben Rosinenbrot. Das Wort „wegessen“ kommt mir immer häufiger in den Sinn. Da ist auch noch eine Packung Manner-Waffeln. Zumindest die Hälfte verschwindet. In mir. Als das Kind seinen Mittagsschlaf hält, nutze ich die Zeit, andere Baustellen zu beackern. Mehr Sport, Du erinnerst Dich. Und ja, ich bin hart zu mir selbst und mache 250 Kniebeugen. Nicht am Stück. Aber ich mache sie. Und trage das Ergebnis zufrieden in meine Sport-Spalte des Familienkalenders ein. Visuelle Erfolge spornen mich an. Ich hasse es, wenn die Spalte frei bleibt.

Das Kind bekommt hier und da etwas von meinem Teller ab. Möhre, Kartoffel, DHA-angereichertes Leinöl, wie gestern, nur dass es heute teilweise schon selbst mit der Kuchengabel isst. Es wird so schnell groß, hilfe…

Dass ich noch stille, ist natürlich der Gipfel des Selbstmachens. Und ein kleiner Trost.
Für den Mann und mich überlege ich ein Abendessen mit Mandelfeta zu kochen. Den habe ich vor Jahren mal gemacht, glaube, der war lecker. Wo ist nur das Rezept? Ah, Google rettet mich.

Gehackte Mandeln habe ich nicht, aber noch ganze, von der Weihnachtsbäckerei. Die können auch mal weg. Kurz eingeweicht, dann grob ans Rezept gehalten, etwas mehr gewürzt, das schadet bestimmt nicht. Okay, die Haut der Mandeln färbt das Endergebnis etwas dunkler, aber das stört ja keinen großen Geist. Kurze Diskussion mit dem Mann: Backpapier oder die Form einölen? Ich bin für Einölen. Naja, nächstes Mal nehmen wir dann Backpapier…

Gebratene Kartoffeln, frischer Salat, der Mandelfeta obendrüber. Lecker! Wirklich richtig gut. Der Ehrgeiz hat mich gepackt. Das Gefühl mag ich. Von wegen Verzicht…

In dieser Serie bereits erschienen:

Experiment Fastenzeit: Resteverwertung am Tag 1