Büchen (pm). Ein starkes, buntes und verbindendes Zeichen aus der Mitte der Gesellschaft: Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Büchen-Pötrau und das Bürger Bündnis Amt Büchen für Demokratie und Vielfalt laden am Reformationstag zur Kundgebung der überregionalen Demoreihe „Wir sind nicht still“ ein. Am Sonnabend, 31. Oktober 2026, verwandelt sich der Bürgerplatz Büchen ab 11 Uhr wieder in einen Treffpunkt für alle Menschen, die sich aktiv für Vielfalt, Menschenrechte und ein friedliches Miteinander einsetzen wollen.
Die Demoreihe „Wir sind nicht still!“ hat im Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg eine bewegende Tradition: Die damalige Pröpstin Frauke Eiben initiierte die Kundgebung erstmals am Reformationstag (31. Oktober 2018) in Berkenthin als lautstarkes Zeichen gegen Rassismus, Hass und Hetze. In den Folgejahren fand die Initiative in verschiedenen Orten der Region statt – unter anderem in Geesthacht, Sandesneben und vergangenen Oktober in Mölln. Dort übernahm das Büchener Bündnis symbolisch den Staffelstab für das Jahr 2026.
Unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt“ machen die Veranstaltenden klar: Faschismus, Gewalt und Hass haben in unserer Mitte keinen Platz. Die Veranstaltung richtet sich an die breite Bevölkerung aus dem gesamten Amtsbereich Büchen und den umliegenden Gemeinden. Familien, Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Freundeskreise sind herzlich eingeladen mitzufeiern und Haltung zu zeigen.
Das Programm auf dem Bürgerplatz Büchen beginnt mit einem friedlichen Demonstrationszug durch Büchen. Anschließend gibt es ein buntes Programm mit Infoständen und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein. Musikalisch wird die Veranstaltung unter anderem von den Lüneburger Schrottrommlern (L.S.T.) und dem Posaunenchor gestaltet. Zudem erwarten die Besucherinnen und Besucher Impulse von den Omas gegen Rechts sowie prägnante Redebeiträge von Persönlichkeiten aus der Region.
Ein breites Bündnis aus Vereinen, Parteien, Kirchen, Gewerbetreibenden und lokalen Initiativen unterstützt die Kundgebung. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. „Nächstenliebe, Menschenwürde und gegenseitiger Respekt sind Fundamente unseres Glaubens und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu auf, mit ihren Familien, Freunden und Nachbarn zusammenzukommen. Lassen Sie uns gemeinsam ein sichtbares Zeichen dafür setzen, dass unsere Gemeinschaft von Versöhnung, Vielfalt und Nächstenliebe getragen wird – und dass Hass, Ausgrenzung und Gewalt bei uns keinen Platz haben“, so Pastor Dr. Jan Jackisch.












