Herzogtum Lauenburg/Mölln (pm). Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat wegen der Planung des Landes, Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen auszuweisen, zum Schutz der Natur und des Landschaftsbildes Stellung bezogen und die Landesregierung gebeten, von dieser Planung Abstand zu nehmen. Herzogtum direkt berichtete. Um über die Windkraftplanung im Naturpark fachlich angemessen zu informieren und zu diskutieren, hat die Stiftung die Landtagsabgeordneten für das nördliche Kreisgebiet Rasmus Vöge (CDU), Oliver Brandt (Bündnis 90/ Die Grünen) und Christopher Vogt (FDP) gemeinsam mit der Co-Kreisvorsitzenden der SDP Cira Ahmad zu einem Gespräch eingeladen.
Die Vizepräsidentin Barbara Kliesch und der Präsident Klaus Schlie sind dankbar dafür, dass es gelungen ist, für dieses „Fachgespräch“ einen gemeinsamen Termin zu finden. Die Veranstaltung wird am Donnerstag, 2. Juli um 18 Uhr im Stadthauptmannshof in Mölln stattfinden.
Außerdem liegt eine Gesprächszusage des Staatsekretärs Dr. Schulz aus dem für die Windkraftplanung zuständigen Innenministerium vor. Dr. Schulz hat seine Bereitschaft in den Kreis zu kommen nach der Veröffentlichung der zweiten Entwürfe der Regionalplanung in Aussicht gestellt. Kliesch und Schlie dazu: „Das ist sehr erfreulich. Uns ist selbstverständlich bewusst, dass ein Vertreter des Innenministeriums, das Planungsbehörde ist, nicht während der laufenden Planungsphase öffentlich Stellung zur konkreten Planung im Naturpark nehmen kann.“ Das gleiche gilt auch für den von der Stiftung eingeladenen Umweltminister Goldschmidt. Deswegen haben Barbara Kliesch und Klaus Schlie Minister Goldschmidt gebeten, ebenfalls nach der Veröffentlichung des zweiten Entwurfs zu einem Fachgespräch in die Stiftung Herzogtum Lauenburg zu kommen, um seine Einschätzung als zuständiger Umweltminister zur Bedeutung des Landschaftsbildes im Naturpark Lauenburgische Seen, der dortigen Flora und Fauna in Verbindung mit dem Biotopverbundsystem, dem „Grünen Band“ der ehemaligen innerdeutschen Leute, dem UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee, dem länderübergreifendem Projekt „Zweckverband Schaalsee“ und den u.a. im Naturpark gelegenen Moorflächen zu erfahren und ob diese Bereiche ggf. durch industrielle Windkraftanlagen beeinträchtigt werden könnten.
„Seine fachliche Einschätzung auch nach Abschluss des Regionalplanverfahrens Wind ist uns deswegen auch so wichtig,“ so Kliesch und Schlie, „weil der Naturpark Lauenburgische Seen bisher durch die sehr restriktive Landesplanung zu Veränderungen im Siedlungs- und Gewerbebereich wesentlich zur Biodiversität und der Artenerhaltung auch gefährdeter Tiere und Pflanzen beigetragen hat.“











