Herzogtum Laenburg (hs). „Moin liebe Freunde der plattdeutschen Sprache“, schreibt die Plattdeutsch Übersetzerin Hilde Schulz. Bei dem strengen Frost der letzten Tage und Nächte, dürfte der Großensee wieder mal zugefroren sein. Das geschieht ja nicht so oft. Mein plattdeutsches Gedicht von Goethe kommt da gerade recht.
- De Grootensee is taufroarn,
- de lütten Quakpoken in de Deep verloarn,
- dörft nich mehr quaken un springen.
- Verspreekt sik ober in halben Droom,
- harrn wü man dor boben Ruum,
- as Nachtigallen wullen wü singen.
- De Dauwind weiht,
- dat Iis vergeiht .
- Nu rudert se un land’ ok stolt
- un sitt an’n Strand un an de Siet
- un quakt doar as in ole Tied.
Auf Hochdeutsch ist das winterliche Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe
- Ein großer Teich war zugefroren,
- Die Fröschlein in der Tiefe verloren,
- Durften nicht ferner quaken noch springen.
- Versprachen sich aber im halben Traum:
- Fänden sie nur da oben Raum,
- Wie Nachtigallen wollten sie singen.
- Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
- Nun ruderten sie und landeten stolz
- Und saßen am Ufer weit und breit
- Und quakten wie vor alter Zeit.









