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Titel Wirtschaft Aus der Region

NGG fordert „Renten-Stoppschild 45“

Pro Jahr gehen 1.790 Beschäftigte im Herzogtum Lauenburg in Rente

von Pressemitteilung
Oktober 30, 2026
NGG fordert „Renten-Stoppschild 45“

Wer 45 Beitragsjahre voll hat, soll ohne Abschläge in Rente gehen können. Die Gewerkschaft NGG Hamburg-Elmshorn fordert von der Bundesregierung, ein „Renten-Stoppschild 45“ zu setzen.

Herzogtum Lauenburg (pm). In den kommenden Jahren werden im Kreis Herzogtum Lauenburg im Schnitt rund 1.790 Beschäftigte pro Jahr in Rente gehen. Bis zum Jahr 2035 werden dann insgesamt rund 54.200 Menschen im Ruhestand sein. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die NGG-Region Hamburg-Elmshorn bezieht sich dabei auf Berechnungen des Pestel-Instituts.

Für alle, die künftig in den Ruhestand gehen, will die Gewerkschaft eines erreichen: die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Die geplante Rentenreform der Bundesregierung sorgt nach Beobachtung der NGG Hamburg-Elmshorn für erhebliche Verunsicherung. Vor allem Beschäftigte, die kurz vor dem Erreichen der 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung stehen oder diese bereits erfüllt haben, blickten mit Sorge auf die Pläne. „Sie befürchten deutliche Abschläge und damit spürbare Einbußen bei ihrer Rente, wenn sie jetzt aus dem Berufsleben ausscheiden wollen“, sagt die Geschäftsführerin der NGG-Region Hamburg-Elmshorn, Anne Widder.

Wer früh ins Berufsleben startet, dürfe dafür nicht bestraft werden. „Entgegen einem weit verbreiteten Eindruck sind viele Menschen mit langen Erwerbsbiografien keine Spitzenverdiener. Sie sind auf eine verlässliche und ungekürzte gesetzliche Rente angewiesen. Das gilt für die Menschen in der Lebensmittelproduktion ebenso wie die Beschäftigten in Bäckereien, Kantinen und Restaurants im Herzogtum“, so Widder.

Die NGG warnt die Bundesregierung davor, bei der geplanten Rentenreform die Lebensleistung langjährig Versicherter aus dem Blick zu verlieren. Denn das betreffe viele: Unter den gut 233.000 Männern, die Ende des vergangenen Jahres in Schleswig-Holstein eine gesetzliche Altersrente bezogen haben, sind nach Angaben der Gewerkschaft immerhin rund 96.000 Beschäftigte gewesen, die 45 Jahre oder länger in die Rentenkasse eingezahlt haben. Unter den knapp 296.000 Frauen waren es rund 34.900. Die NGG-Region Hamburg-Elmshorn beruft sich dabei auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Die Gewerkschaft appelliert an CDU/CSU und SPD, die Rentenreform sozial auszugestalten. Mit Ablehnung reagiert die Gewerkschaft NGG dabei auf eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters. Sie fordert die Bundesregierung auf, darauf zu verzichten: „Es wird dabei immer wieder auf eine steigende Lebenserwartung verwiesen. Doch wer körperlich belastend arbeitet, kann nicht beliebig länger arbeiten“, warnt Widder. Für diese Beschäftigten sei die Erhöhung des Renteneintrittsalters nichts anderes als eine Rentenkürzung durch die Hintertür.

Kritisch sieht die Gewerkschaft zudem die geplante Kapitalrente. Die gesetzliche Rente müsse verlässlich bleiben und dürfe nicht von den Risiken der Finanzmärkte abhängen. Zudem spricht sich die NGG dafür aus, das Rentenniveau weiterhin an die Lohnentwicklung zu koppeln.

Tags: Rente

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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