Geesthacht (pm). Vom 22. bis 25. Oktober 2026 verwandelt sich die Geesthachter Buntenskamphalle in ein Räuberlager. Denn die Stadt Geesthacht zeigt gemeinsam mit Theatermacher Frank Düwel die zeitgemäße Musiktheater-Inszenierung „Die Räuber | Sound – Beats – Schiller“ – eine moderne Variante von Schillers „Die Räuber“. Auf der Bühne stehen Darstellerinnen und Darsteller aus Geesthacht und Umgebung sowie TV-Serien-Star Wolfgang Häntsch.
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„Wir können nicht mehr miteinander sprechen, aber die Welt zerstören, das können wir.“
Eine Gruppe junger Menschen richtet sich nachts auf einer Waldlichtung für einige Zeit mit Verpflegung, Schlafsäcken und elektronischem Equipment ein. Sie wollen die Welt retten, nicht mehr und nicht weniger. Diese Räuber verfügen über besondere Kenntnisse im Bereich elektronischer Medien und Informationstechnologie. Die Motivation ist hoch, die Ziele sind ambitioniert; wenn auch nicht klar formuliert. Und so stürzen sich unsere Räuber in ein Abenteuer zwischen Idealismus, ideologischer und naiver Weltsicht.
Am Ende einiger nicht gelungener Hackerangriffe zerstreiten sich die Räuber über Ziel und Mittel für ihre weltrettende Idee. In Sprachlosigkeit und Wut kommt es zu einer Schlägerei, in der sich ein großer Schmerz verbirgt. Für das Theater öffnen wir diesen Moment zur melancholischen Sprache Schillers in rhythmischer Verbindung mit Kampfkunst.
Zur Gekränktheit der Räuber spricht Wolfgang Häntsch aus den großen Gedichtzyklen von Schiller: „An die Freude“, „Resignation“ und „Die Ideale“. Musik von kühlem, ironischen Postpunk, bis zu emotionalen Blues-Momenten begleitet die Produktion, verbunden mit elektronischen Sounds und realen Geräuschwelten. Durch diesen Klang wird eine unheimliche, gefährliche Welt erfunden, die unseren Räuberwald als einen gegenwärtigen, musikalischen Urwald erscheinen lassen.
„So ist unsere junge Deutung der ‚Räuber‘, unsere Sicht auf die Gegenwart. Wir ahnen ein Scheitern, das mit humorvollem Blick und Schillers Weisheit aufgefangen wird und an dessen Ende die Poesie und die Liebe zu den Menschen obsiegen kann“, heißt es in dem Begleittext zum Stück der norden-theaterproduktion und Frank Düwel, der Buch und Regie übernommen hat, ordnet ein: „Es ist in Stück über unsere Zeit. Alle wollen Veränderung, aber wir sprechen nicht miteinander. Ereilt unsere Räuber das gleiche Schicksal? Wir erzählen diese spannende Geschichte mit unserem Ensemble, Livemusik und elektronischen Beats und Kampfkunst.“ Für Frank Düwel, der vielen Kulturinteressierten der Region durch seine langjährige Tätigkeit als Intendant des „KulturSommers am Kanal“ bekannt sein dürfte, ist es nicht der erste künstlerische Halt in Geesthacht. 2025 inszenierte er in der historischen Direktorenvilla in Krümmel „Die Villa“ und 2024 in der St.-Salvatoris-Kirche „Lear – Königin im Moor“. 2023 führte Frank Düwel teils im Geesthachter Rathaus eine eigene Fassung von „Walleinstein“ auf und 2021 begeisterte eine Zauberberg-Inszenierung im historischen Thekla-Haus im Edmunsthal in Geesthacht das Publikum.
„Die Proben sind in vollem Gange und wir freuen uns auf ein tolles Stück, hinter dessen Realisierung wie im Vorjahr bei der Produktion „Die Villa“ wieder eine umfangreiche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern Geesthachts steht“, sagt Dr. Sylvia Heudecker-Wesche, die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Familie, Sport und Kultur im Geesthachter Rathaus, mit Hinweis auf das Ensemble, das im Oktober in der Geesthachter Buntenskamphalle auf der Bühne stehen wird. Denn dieses besteht aus 15 talentierten Schauspielenden aus Geesthacht und Umgebung, die sich bei einem Casting im Februar einen Platz im Theaterstück „Die Räuber“ erspielt haben, sowie zwei Musikern und sechs Kampfsportlerinnen und -sportlern.
„Ich freue mich sehr, dass aus der Idee von Theater an ungewöhnlichen Orten inzwischen gemeinsam mit Frank Düwel quasi eine Reihe geworden ist, bei der wir uns jedes Mal auf neue Schauspiel-Überraschungen freuen können. Es ist toll, immer wieder einen bekannten Geesthachter Ort in neuem Kontext – als Kulisse eines Theaterstücks – zu erleben“, betont Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze, auf dessen Initiative Frank Düwel Geesthachts besondere (Kultur)Seite entdeckte.
Aufgeführt werden „Die Räuber“, bei denen Frank Düwel Buch und Regie verantwortet, Hermine Seifert die Kostüme, Manfred Scharfenstein die Dramaturgie sowie Jannes Moritz und Malte Haack die Musik übernehmen, an folgenden Terminen:
- 22.Oktober, Premiere 19.30 Uhr
- 23. Oktober, 19.30 Uhr
- 24. Oktober, 19.30 Uhr
- 25. Oktober 15 Uhr und 18 Uhr
Alle Aufführungen finden ohne Pause statt. Dauer ca. 80 Minuten.
Gastronomisches Angebot: 60 Minuten vor der Aufführung im Foyer
Einlass Saal: 20 Minuten vor Beginn.
Tickets gibt es für 30 Euro pro Person über Zigarren-Fries (Bergedorfer Str. 46, 21502 Geesthacht). Aktuelle Infos zum Ticketverkauf gibt es zudem unter www.geesthacht-tourismus.de online.
Eine Veranstaltung der Stadt Geesthacht in Kooperation mit der norden-theaterproduktion. Mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke Geesthacht, Hamburger Sparkasse, Bürgerstiftung Region Geesthacht, dem Rotary Club und der Tray Dojo Sport Akademie










