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Titel Feature

Wundzentrum Mölln-Ratzeburg eröffnet

Spezialisierte Wundversorgung schließt die Lücke zwischen Klinik, Praxis und Pflege

von Pressemitteilung
September 16, 2026
Wundzentrum Mölln-Ratzeburg eröffnet

Das Pflegeteam des neuen Wundzentrums Mölln-Ratzeburg: (v.li.) Lia Soltau, Katja Peleikis und Yvonne Lorenz. Foto: hfr

Mölln (pm). Neues Angebot des Praxisnetzes Herzogtum Lauenburg sichert Menschen mit chronischen und schwer heilenden Wunden eine schnelle, wohnortnahe und qualitätsgesicherte Anschlussversorgung – auch direkt nach einem Krankenhausaufenthalt.
Mölln. Das Wundzentrum Mölln-Ratzeburg im Wasserkrüger Weg 7 ist am Montag (14. September) feierlich eröffnet worden.

Träger ist die PNHL Wundversorgung GmbH, ein Tochterunternehmen des Praxisnetzes Herzogtum Lauenburg (PNHL). Fachpflegekräfte und zertifizierte Wundtherapeut:innen versorgen dort Menschen mit chronischen und schwer heilenden Wunden – von der diabetischen Fußwunde über das Ulcus cruris und Dekubitus bis hin zu Tumorwunden und postoperativen Wundheilungsstörungen.

Behandelt wird in erster Linie im Wundzentrum selbst – in spezialisierten Behandlungsräumen mit erfahrenen Fachpflegekräften. Lässt die individuelle Situation der Patient:innen das nicht zu, etwa bei stark eingeschränkter Mobilität oder Bettlägerigkeit, erfolgt die Versorgung auch in der Häuslichkeit. Die Entscheidung richtet sich allein nach dem, was medizinisch und persönlich sinnvoll und umsetzbar ist.

Gerade bei chronischen Wunden wiegen Brüche in der Versorgung besonders schwer: Sie bedeuten für die Betroffenen mehr Schmerzen und längere Heilungszeiten, führen zu vermeidbaren Wiederaufnahmen und im schlimmsten Fall zu einer Amputation. Genau an dieser Stelle setzt das Wundzentrum an – es vernetzt ambulante und stationäre Versorgung, Facharztmedizin und Pflege zu einer durchgängigen Behandlungskette.

Sektorengrenzen überwinden – Versorgung aus einer Hand

Das Wundzentrum ist direkt in die Strukturen des PNHL eingebunden. Über das Wundnetz arbeiten Haus- und Facharztpraxen, Kliniken, Pflegedienste und das Wundzentrum eng zusammen. Das bedeutet kurze Wege, klare Verantwortlichkeiten und eine gemeinsame Behandlungsstrategie statt paralleler Einzelmaßnahmen. Die Fachtherapeutinnen übernehmen dabei auch das Case Management: Sie steuern den Fall, halten Verordnungen, Termine und Materialversorgung zusammen und informieren die behandelnden Ärzte über den Heilungsverlauf.

Für Praxen und Kliniken bedeutet das eine spürbare Entlastung: Aufwendige Verbandwechsel, Verlaufskontrollen, Dokumentation und Materialorganisation liegen beim spezialisierten Team des Wundzentrums. Die behandelnden Ärzt:innen behalten die Therapiehoheit und werden regelmäßig über den Verlauf informiert – ohne dass Sprechstundenzeit und Personal durch zeitintensive Wundbehandlungen gebunden werden.

Für Praxen ist die Anbindung kostenneutral, für Patient:innen erfolgt die Versorgung auf Basis der häuslichen Krankenpflege. An 365 Tagen im Jahr ist die Versorgung sichergestellt – auch an Wochenenden und Feiertagen. Betroffene müssen dafür nicht mehr die KV-Anlaufpraxen aufsuchen, sondern werden vom eingespielten Team des Wundzentrums weiterbehandelt.

Schnelle Anschlussversorgung nach dem Krankenhaus

Besonderes Gewicht liegt auf dem Entlassmanagement. Kliniken können Patient:innen bereits vor der Entlassung anmelden; die Weiterbehandlung schließt ohne Lücke an. Das schützt das im Krankenhaus erreichte Behandlungsergebnis, unterstützt eine Optimierung der Verweildauer und wirkt dem sogenannten Drehtüreffekt entgegen – also der erneuten Aufnahme, weil die Wundversorgung zu Hause nicht rechtzeitig oder nicht in der erforderlichen Qualität weiterläuft. Die Behandlung folgt einheitlichen, leitliniengerechten Standards und wird lückenlos dokumentiert. So ist jederzeit nachvollziehbar, welche Therapie wirkt – und wann sie angepasst werden muss.

Schwerpunkt Hidradenitis suppurativa (Akne inversa)

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Wundzentrum auf die Hidradenitis suppurativa (HS oder Akne inversa) – eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die überwiegend junge Menschen trifft, mit starken Schmerzen, Abszessen und Fisteln einhergeht und die Lebensqualität massiv einschränkt. Bis zur richtigen Diagnose vergehen häufig viele Jahre; Betroffene durchlaufen bis dahin zahlreiche Einzelbehandlungen, ohne dass die Ursache erkannt wird.

Um das zu ändern, arbeitet das Wundzentrum mit einem strukturierten Scoring: Bereits beim Erstkontakt wird der Befund systematisch eingeschätzt. So lässt sich früh erkennen, ob ein Verdacht auf Hidradenitis suppurativa besteht – die weiterführende Diagnostik zur Sicherung der Diagnose und eine frühzeitige medikamentöse Therapie werden unmittelbar in die Wege geleitet, statt weitere Jahre zu verlieren.

Case Management: eine feste Ansprechpartnerin für den gesamten Verlauf

Die Fachpflegekräfte des Wundzentrums übernehmen die Fallsteuerung vollumfänglich. Sie koordinieren Verordnungen, Termine, Materialversorgung und die Kommunikation zwischen Hausarztpraxis, Fachärzt:innen, Klinik und Pflegedienst, begleiten den Heilungsverlauf und erkennen frühzeitig, wenn eine Therapie angepasst werden muss. Patienten und Angehörige haben dabei eine feste Ansprechpartnerin – sie müssen ihre Geschichte nicht bei jedem Termin neu erzählen.

Patienten, Angehörige und zuweisende Praxen und Kliniken können Termine unkompliziert online buchen. Für die Erstberatung bietet das Wundzentrum zusätzlich Videosprechstunden an: So lässt sich schon vor dem ersten Besuch klären, welche Unterlagen nötig sind und wie die Behandlung aussehen kann – besonders hilfreich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, für Angehörige und für Betroffene, die einen weiten Anfahrtsweg haben.

Stimmen zur Eröffnung: 

„Eine optimale Wundversorgung sowie ein modernes Wundmanagement, welches einen ganzheitlichen Blick auf die Versorgungssituation wirft, steht für unsere Versicherten im Mittelpunkt bei chronischen und schwer heilenden Wunden. Eine zeitnahe und professionelle Versorgung sorgt für eine rasche Abheilung bzw. Stagnation entsprechender Wundbilder. Daher begrüßen wir den Dialog mit dem Wundzentrum in Mölln-Ratzeburg zur wichtigen Versorgung in unserer Region.“
Maik Vonau, Fachbereichsleiter HKP & Pflege, AOK NordWest

“Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen stehen bei der Wundversorgung täglich unter hohem fachlichen und zeitlichen Druck. Ein spezialisiertes Wundzentrum entlastet spürbar, bringt Expertise dorthin, wo sie gebraucht wird, und stärkt die Zusammenarbeit zwischen ambulanter Pflege, Praxen und Kliniken.”
Kay Oldörp, Leiter der Landesgeschäftsstelle Schleswig-Holstein, bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

“Ich erlebe beide Seiten täglich: als Chirurg und als Krankenhausgeschäftsführer sehe ich, wie gut eine Operation gelingen kann – und wie schnell das Ergebnis verloren geht, wenn die Wundversorgung nach der Entlassung nicht nahtlos weiterläuft. Genau diese Lücke schließt das Wundzentrum. Klinik, Praxis und Pflege arbeiten an einem Behandlungsplan, mit dem Ziel, Wunden schneller zur Abheilung zu bringen, Wiederaufnahmen zu verringern und Amputationen zu vermeiden.”
Dr. Andreas Schmid, Facharzt für Chirurgie, Geschäftsführer des DRK-Krankenhauses Ratzeburg und Vorstand des Praxisnetzes Herzogtum Lauenburg (PNHL)

“Wir haben das Wundzentrum so aufgebaut, dass es im Alltag funktioniert: eine feste Anlaufstelle, verlässliche Erreichbarkeit an 365 Tagen im Jahr, klare Abläufe für Zuweisung und Entlassung und ein Team, das den Fall vollumfänglich steuert. Termine lassen sich online buchen, die Erstberatung ist auch per Videosprechstunde möglich – Patient:innen, Angehörige und Zuweisende sollen spürbar entlastet werden.”
Markus Knöfler, Geschäftsführer, PNHL Wundversorgung GmbH

“Für Mölln ist das ein Gewinn: Menschen mit schweren Wunden müssen für eine spezialisierte Behandlung nicht mehr weit fahren. Wohnortnahe Gesundheitsangebote sind ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge in unserer Stadt.”
Ingo Schäper, Bürgermeister der Stadt Mölln

“Der Kreis Herzogtum Lauenburg profitiert von Strukturen, die ambulante und stationäre Versorgung zusammenführen. Das Wundzentrum stärkt die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und entlastet zugleich die Kliniken.”
Norbert Brackmann, Vertreter des Kreises Herzogtum Lauenburg

Über das Wundzentrum Mölln-Ratzeburg

Das Wundzentrum Mölln-Ratzeburg ist ein Angebot der PNHL Wundversorgung GmbH, eines Tochterunternehmens des Praxisnetzes Herzogtum Lauenburg e.V. (PNHL). Im Wundzentrum arbeiten ausschließlich zertifizierten Wundtherapeut:innen und Fachpflegekräfte. Behandlungsschwerpunkte sind unter anderem das Ulcus cruris, der diabetische Fuß, Dekubitus, Tumorwunden, postoperative Wundheilungsstörungen sowie die Hidradenitis suppurativa (Akne inversa). Termine können online über Doctolib gebucht werden, die Erstberatung ist auch als Videosprechstunde möglich. Zuweisende Praxen, Kliniken und Pflegedienste erreichen das Team direkt über die Fachkontakte.

Tags: MöllnWundzentrum

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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