Ratzeburg (pm). Eine Idee, die vor gut drei Jahren mit einem Blick über den eigenen Tellerrand begann, hat sich in Ratzeburg zu einem kleinen, aber besonderen Sommererlebnis entwickelt: der „Sommer auf der Insel“ auf dem Ratzeburger Marktplatz.
Initiator Jürgen Hentschel hatte die Idee, den Marktplatz in den Sommermonaten nach dem Vorbild von Heiligenhafen mit einem kleinen Strandbereich und insgesamt acht Strandkörben zu beleben. Bürgermeister E. Graf griff den Vorschlag sofort auf und brachte ihn in die städtischen Gremien ein. Dort stieß die Idee auf großes Wohlwollen, sodass ein unkomplizierter Weg für die Umsetzung gefunden werden konnte.
Nachdem die notwendigen Formalien geklärt waren, fanden sich schnell zahlreiche Unterstützer und Sponsoren, die das Projekt möglich machten. Dazu gehörten die VReG Ratzeburg, das Restaurant Lavastein, Hentschel & Co. Immobilien, Anke v. d. Mehden Eventfloristik, Firma Daberkow, Ronny Heimig Zimmerei, die Bürgerstiftung Ratzeburg und nicht zuletzt die Stadt Ratzeburg. Gemeinsam wurde der „Sommer auf der Insel“ erstmals im Frühjahr 2024 aufgebaut und eröffnet.
Drei Sommer lang sorgte das Angebot für Urlaubsatmosphäre mitten in der Stadt. Lachende Kinder, entspannte Eltern und zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Ratzeburg und der Region nutzten die Gelegenheit, im Strandkorb Platz zu nehmen, zu verweilen und den Marktplatz einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Die Strandkörbe wurden schnell angenommen und gehörten in den Sommermonaten zum vertrauten Bild des Marktplatzes.
Nun heißt es allerdings Abschied nehmen. Nach drei erfolgreichen Jahren wird der „Sommer auf der Insel“ auf dem Marktplatz nicht fortgeführt. Hintergrund sind die geplanten Baumaßnahmen zur Neugestaltung und Begrünung des Marktplatzes, die im Frühjahr 2027 mit der Pflanzung von Bäumen beginnen sollen.
Ganz verschwinden werden die beliebten Strandkörbe jedoch nicht. Sie erhalten ab kommenden Sommer einen neuen Platz am neu gestalteten Naturbad an der Schlosswiese. Damit wird ein Stück „Sommer auf der Insel“ an anderer Stelle in Ratzeburg weiterleben.
Ein ganz besonderer Dank gilt den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes. Sie haben über drei Sommer hinweg tagtäglich dafür gesorgt, dass die Anlage ordentlich, sauber und einladend war – eine Arbeit, die häufig selbstverständlich erscheint, aber für das Gelingen eines solchen Projektes unverzichtbar ist.
Der größter Dank gilt darüber hinaus allen Sponsoren und Unterstützern des „Sommers auf der Insel“. Ohne ihre Bereitschaft, diese Idee mitzutragen und zu unterstützen, wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Gerade darin hat sich einmal mehr die besondere Verbundenheit vieler Menschen, Unternehmen und Institutionen mit Ratzeburg eindrucksvoll gezeigt.
Der „Sommer auf der Insel“ auf dem Marktplatz geht damit nach drei Jahren zu Ende. Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen, zahlreiche Begegnungen und die Gewissheit, dass aus einer guten Idee gemeinsam etwas Besonderes entstehen kann. Und vielleicht ist das ja genau das Schönste an einem gelungenen Sommer: Er geht vorbei – aber ein Stück von ihm bleibt.










