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Titel Herzogtum Lauenburg

Erfolgreiches 2. Fachgespräch ‚Windkraft im Naturpark Lauenburgische Seen?‘

von Pressemitteilung
August 20, 2026
Erfolgreiches 2. Fachgespräch ‚Windkraft im Naturpark Lauenburgische Seen?‘

Erschütternde Fakten: Thomas Neumann, Naturschutzreferent der Stiftung Herzogtum Lauenburg präsentiert den Anwesenden die Schwingen von zwei durch Rotorblätter erschlagenen Seeadlern. Foto: Stefan Büngens, hfr

Mölln (pm). Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden wie NABU, des Zweckverbands Schaalsee oder des BUND, von Bürgerinitiativen oder aus Politik und Gemeinden nutzten am 17. August die Möglichkeit, mit den Staatssekretären Joschka Knuth (Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur) sowie Dr. Sönke Schulz (Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport) zum Thema „Windkraft im Naturpark Lauenburgische Seen?“ ins Gespräch zu kommen. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.

(von links) Staatssekretär Dr. Sönke Schulz, Stiftungs-Vizepräsidentin Barbara Kliesch und Staatssekretär Joschka Knuth konnten gemeinsam mit zahlreichen Gästen die Fachbeiträge verschiedener Naturschutzorganisationen und der Bürgerinitiative „Naturpark statt Windpark“, Wilhelm Körner, Bettina Best und Martin Jeske, hören. Foto: Sabine Riege, hfr

Vizepräsidentin Barbara Kliesch begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen. Nachdrücklich wies Barbara Kliesch darauf hin, dass sich die Stiftung als Vermittler ohne politischen Hintergrund sehe. Auch Präsident Klaus Schlie betonte, dass die Satzung der Stiftung den Schutz und die Pflege der lauenburgischen Natur festschreiben würde und man durch eigene Flächen die Wechselwirkungen und Eingriffe in unserer Landschaft, in Flora und Fauna mit Sorge betrachte. Thomas Neumann, Naturschutzreferent der Stiftung, machte durch teils erschütternde Fotos noch einmal deutlich, welche Auswirkungen die geplanten 240 bis 260 Meter hohen Windkraftanlagen für den heimischen Seeadler, für Rot-Milane sowie Kraniche haben können. Er wies darauf hin, dass die Abschaltregelung der Windräder ein Austrudeln der Rotorblätter herbeiführen würde, diese jedoch zu langsam reagieren würden und somit den Seeadler keineswegs schützen könne.

Staatssekretär Joschka Knuth führte nach der Begrüßung der Gäste ins Thema ein und erläuterte die Vorgaben durch den Bund: Das Bundes-2-Prozent-Flächenziel nach dem Windflächenbedarfsgesetz (WindBG) verlangt von Schleswig-Holstein die Ausweisung von Windflächen. Das Land muss den Anteil auf rund drei Prozent der Landesfläche anheben, um die regionale Energiewende und den Ausbau der Landesplanung in Schleswig-Holstein umzusetzen. Dr. Sönke Schulz warb für Verständnis für die politische Zielleistung und die bundesrechtlichen Rahmen sowie den Regionalrahmen. Die Ermittlung der Vorrangflächen und Planungsflächen sei ein langer fachlicher Abstimmungsprozess gewesen und schlussendlich seien nur 1,2 Prozent im Naturpark Lauenburgische Seen als Vorrangfläche eingeplant.

Die im Rahmen des Fachgesprächs vorgebrachten Fragen und Einwände der Naturschutzverbände oder beispielsweise von Bürgermeisterinnen oder Bürgermeistern zu vorhandenen Vogelfluglinien, zu Mooren, Brüchen oder der Biodiversität im Herzen des Naturparks würde man sehr ernst nehmen, allerdings seien die rechtlichen Rahmenbedingungen zwingend einzuhalten, da sonst die Zielsetzung nicht erreichbar sei. Die Differenzierung zwischen belasteten oder unbelasteten Regionen würden Spielräume möglich machen – diese müssten jedoch überall gleich eingeräumt werden – und der Naturpark sei kein Naturschutzgebiet, eine ausgewogene Planung sei daher sachlich und fachlich vereinbar. Auch die unterschiedlichen Abwägungs-Kriterien wie letzte Untersuchungen, Schutzgebiete, anlassbezogene Untersuchungen oder kommunale Daten müssten bei der Festlegung von Vorrangflächen hinzugezogen und berücksichtigt werden, so Joschka Knuth.

Beide Staatssekretäre wiesen darauf hin, dass jede Phase der Beteiligung dafür diene, gegebenenfalls Prüfungen durchzuführen. Gerade jetzt sei es wichtig, aktuelle vorliegende Daten gerne einzureichen, die dann selbstverständlich geprüft werden würden. Allerdings seien nur noch Änderungen zu den geänderten Teilen des Entwurfs des 1. Beteiligungsverfahrens möglich, so die Politiker – Unterlagen müssten für das 2. Beteiligungsverfahren bis spätestens 26. August eingereicht werden.

Tags: Stiftung Herzogtum LauenburgWindkraftanlagen

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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