Geesthacht (pm). Die „Omas gegen Rechts“ aus Geesthacht laden zu einer Ausstellung über geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide ein. Unter dem Titel „Femizide – Hinsehen – Helfen – Handeln“ ist die von den „Omas gegen Rechts“ aus Kiel konzipierte Ausstellung in der Volkshochschule (VHS) Geesthacht zu sehen. Die Ausstellung ist vom 29. August bis 11. September jeweils Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Die Ausstellung macht sichtbar, was häufig im Verborgenen bleibt: das Ausmaß geschlechtsspezifischer Gewalt in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dokumentierte Femizide – also Tötungen von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Ein besonderes Element der Ausstellung sind rote Schuhe, die international symbolisch für die getöteten Frauen stehen.
Ergänzt wird die Installation durch Fakten und Hintergrundinformationen zu Ursachen, Formen und Folgen geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Ausstellung möchte dabei nicht nur informieren, sondern auch zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen anregen. Sie zeigt unter anderem, wie Sprache Gewalt verharmlost und dazu beiträgt, dass geschlechtsspezifische Gewalt gesellschaftlich verschleiert wird. Hinsehen, helfen und handeln sind deshalb nicht nur die drei Begriffe im Titel, sondern auch die zentrale Botschaft der Ausstellung.
Eröffnung bei der Kulturnacht
Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen der Kulturnacht Geesthacht am Sonnabend, 29. August 2026, ab 17 Uhr in der VHS. Neben dem Chor „Omas on Stage“ wird es einen kurzen Einführungsvortrag geben, der in die Thematik der Ausstellung einführt und Hintergründe zu Femiziden und geschlechtsspezifischer Gewalt beleuchtet. Anschließend kann die Ausstellung besichtigt werden.
Begleitprogramm
Am 8. September 2026 ab 16.30 Uhr ist die Wissenschaftlerin Jördis Spengler zu Gast in der Stadtbücherei Geesthacht. In ihrem Vortrag geht es um die Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen im Netz. Der Vortrag soll aufzeigen, welche Folgen diese Formen der Gewalt für betroffene Frauen haben und welche gesellschaftlichen Herausforderungen damit verbunden sind. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion und zum gemeinsamen Austausch.










