Ratzeburg (pm). Bevor der Ratzeburger Domorganist Christian Skobowsky in den letzten beiden Augustwochen die Eigenregie über die Sommerkonzerte im Dom übernimmt, hat er noch einmal einen der renommiertesten Kollegen eingeladen. Am Sonnabend, 15. August 2026 wird um 16.30 Uhr im Ratzeburger Dom der Lübecker Marienorganist Johannes Unger zu hören sein.

Sein Programm beginnt er erwartungsgemäß mit einem Werk seines bekannten Vorgängers Dieterich Buxtehude, dem Praeludium D-Dur, um dann in den französischen Barock einzubiegen: Tierce en taille von Nicolas de Grigny. Von beiden Komponisten hat Johann Sebastian Bach viel gelernt.
Bach kommt am 15. August zwar nicht direkt zum Zuge, jedoch sein Name. Denn es erklingen Passacaglia und Finale über B-A-C-H von Georg Schumann. Im sächsischen Königstein geboren und Berlin in vielerlei musikalischen und Verbandstätigkeiten erfolgreich wirksam ist als Komponist der Spät- oder Neuromantik zuzurechnen.
Den krönenden Abschluss seines Konzerts hat Johannes Unger dem Pariser Orgelkünstler Charles-Marie Widor gewidmet. Er hat dank der fortgeschrittenen Orgelbaukunst seines Landes die Form der Sinfonie für sein Instrument etabliert und davon zehn Exemplare geschaffen. Es erklingt seine letzte, die Zehnte, auch die „Romanische“ genannt, deren vier Sätze den romanischen Ratzeburger Dom mit abwechslungsreichen Klängen erfüllen wird.
Karten zu 10, ermäßigt 5 Euro sind ab 16:00 Uhr an der Tageskasse erhältlich.
Am Sonnabend, 22. August gibt es dann um 16:30 Uhr im Hohen Chor des Domes Kammermusik für Barockvioline, Flöte, Cello und Cembalo mit dem Ensemble sowie Christian Skobowsky an der Chororgel.











