Ratzeburg (pm). Vor vier Jahren hat der ehemalige Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg erstmalig den „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ vergeben. Ausgezeichnet wurden Konzepte oder Projekte, die sich beispielgebend, motivierend, durchdacht und gut umgesetzt für nachhaltiges Handeln einsetzen und in diesem Sinne Vorbilder in Stadt und Umland sind. Zu den Preisträgern gehörte das ‚Repair Café‘ und die Nachhaltigkeitsplan der Partnerstadt Strängnäs. Dieser Idee folgend hat der amtierende Jugendbeirat beschlossen, abermals einen ‚Zukunftspreis‘ auszuloben, mit dem Ziel, die Bedeutung von „Klimawandel“ und „Nachhaltigkeit“ wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. „Wir sehen in unserer Generation ein wachsendes Desinteresse der politisch Verantwortlichen an Zukunftshemen, die uns jungen Menschen ganz besonders wichtig sind“, sagt Malte Mahnke, Vorsitzender des Jugendbeirats. Entsprechend hat der Jugendbeirat auch beschlossen, den Preis als ‚Zukunftspreis‘ zu bezeichnen. „Es geht um unsere Zukunft in einer Welt, die sich so sehr verändert, dass junge Menschen kaum noch abschätzen können, wie sie werden leben können. Das verunsichert sehr und wir sehen nicht, dass die älteren Generationen unsere Ängste im politischen Raum wahrnehmen“, sagt Oda Schwarz von Warburg, stellvertretende Vorsitzende im Jugendbeirat.

Mit dem ‚Zukunftspreis‘ möchte der Jugendbeirat genau dafür sensibilisieren und zeigen, dass es Projekte und Ideen gibt, die Zukunft lebenswert zu gestalten. Orientieren tut sich der ‚Zukunftspreis‘ wieder an die «17 Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen an und legt den Fokus auf folgende Kategorien: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« – »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« – »Maßnahmen zum Klimaschutz« – »Leben unter Wasser« – »Leben an Land«.
Zusätzlich wird die Kategorie »Beste Ideen« ausgeschrieben, die im Rahmen eines moderierten ‚Zukunfts-Workshops‘ am 15. September 2026 im Ratzeburger Rathaus in der Zeit von 10 Uhr bis 15 Uhr entwickelt werden sollen. Bewerben können sich Kitagruppen, Schulklassen, Vereine, engagierten BürgerInnen, aber Institutionen, Wirtschaftsbetriebe oder Verwaltungen. Eine Jury, bestehend aus dem Jugendbeirat und einem beratenden Gremium, das die Schirmherrschaft des Preises übernimmt, wird über die Vergabe entscheiden. Ein erster Schirmherr wurde bereits gefunden. Domprobst Alexander Uhlig hat sich gerne bereiterklärt, den Ratzeburger Jugendbeirat bei seinem Vorhaben zu unterstützen.

Bewerbungen für den „Zukunftspreis der Ratzeburger Jugend“ können bis zum 20. Oktober 2026 an den Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de gerichtet werden. Auch eine postalische Bewerbung über den Briefkasten des Ratzeburger Rathauses ist möglich: Ratzeburger Jugendbeirat, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg – Stickwort: „Zukunftspreis der Ratzeburger Jugend“. Die Preisvergabe ist für den November 2026 geplant.











