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Titel Herzogtum Lauenburg

Ausgesetzte Kaninchenfamilie: PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

von Pressemitteilung
Juli 10, 2026
Ausgesetzte Kaninchenfamilie: PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

Bild von Alexa auf Pixabay

Lauenburg/Stuttgart (pm). Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte in Lauenburg eine Kaninchenfamilie ausgesetzt (Herzogtum direkt berichtete). Die sieben Tiere, davon fünf sehr junge Kaninchenbabys, sollen mutmaßlich am Samstag an dem Parkplatz an der ehemaligen innerdeutschen Grenze an der B5 zurückgelassen worden sein. Ein zutrauliches männliches Tier sowie vier der Babys konnten im Laufe des Samstags eingefangen werden, ein weibliches Kaninchen und ein weiteres Tierkind unter Mühen am Sonntag. Ob noch mehr Tiere ausgesetzt wurden, sei unklar. Es handelt sich bei den Tieren um Zwergkaninchen. Alle seien unterernährt. Das weibliche Tier sei zudem möglicherweise schwanger. Sie wurden ins Tierschutzzentrum „Land der Tiere“ nach Banzin gebracht.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per Email bei der Tierrechtsorganisation an whistleblower@peta.de zu melden – auch anonym.

„Wir möchten helfen aufzuklären, wer die Kaninchenfamilie ausgesetzt und einfach sich selbst überlassen hat. Der Täter hat damit bewusst den möglichen Tod der Tiere in Kauf genommen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Der oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen ein Tierheim oder einen Tierschutzverein um Hilfe bitten müssen. Hilflose Tiere einfach auszusetzen und damit ihr Leben zu riskieren, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden. Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, um das ehemalige Zuhause der Kaninchenkinder zu ermitteln.“

Hintergrundinformationen:

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 Nr. 2 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

Fachleute aus Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

Tags: KaninchenLauenburg

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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