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Titel Amt Schwarzenbek Land

Schwarzenbek-Land geht voran: Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe

von Pressemitteilung
Juni 26, 2026

Andrea Piddiu, neue Klimaschutzmanagerin im Amt Schwarzenbek-Land.

Schwarzenbek (pm). Klimaschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Die steigenden Treibhausgasemissionen und die Auswirkungen des Klimawandels zeigen, dass entschlossenes Handeln notwendig ist – auch im Amtsgebiet Schwarzenbek-Land. Zudem beschleunigen geopolitische Entwicklungen und hohe Energiepreise den Umstieg auf erneuerbare Energien und eine nachhaltige Entwicklung.

19 Gemeinden auf dem Weg zur Klimafreundlichkeit

Das Amt Schwarzenbek-Land und seine 19 Gemeinden haben sich bereits vor einigen Jahren darauf verständigt, Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit zu fördern. So wurde unter anderem die Straßenbeleuchtung in weiten Teilen des Amtsgebiets modernisiert. Auf dem Amtsgebäude wurde eine Photovoltaikanlage installiert, und für Dienstfahrten der mittlerweile 55 Mitarbeitenden steht ein E-Auto mit eigener Wallbox bereit. Auch in den Gemeinden wurden zahlreiche Projekte realisiert, die zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen. Beispiele hierfür sind der genossenschaftlich organisierte TanteEnso-Markt in Gülzow, die Photovoltaikanlage am Klärwerk in Havekost oder der elektrische Kleinbus in Grabau, der gleichzeitig als Fahrservice für die Gemeinde dient.

Neue Klimaschutzmanagerin steuert den Prozess

Seit März 2026 hat das Amt Schwarzenbek-Land eine neue Klimaschutzmanagerin. Andrea Piddiu, eine erfahrene Projektmanagerin, übernimmt die Aufgabe, Akteurinnen und Akteure zu vernetzen und die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts voranzutreiben. Gleichzeitig baut sie ein Netzwerk auf, kümmert sich um die Kommunikation und koordiniert die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen. Das Klimaschutzmanagement sowie das Klimaschutzkonzept werden von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und sollen die Grundlage für die zukünftige Klimaschutzarbeit im Amtsgebiet bilden. Klimaschutzmanagerin Andrea Piddiu erklärt: „Die Daueraufgabe Klimaschutz ist eine immense Aufgabe, die wir nur gemeinsam stemmen können. Entsprechend braucht es Freiräume für diese Aufgabe und auch neue Herangehensweisen. Mir ist deshalb die stärkere Zusammenarbeit untereinander sehr wichtig. Wir werden einander helfen und uns motivieren, am Ball zu bleiben und Lösungen zu suchen.“

Klimaschutzkonzept bis März 2027
Die zentrale Aufgabe des Klimaschutzmanagements besteht zunächst in der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts für das Amt und seine 19 Gemeinden bis März 2027. Dieses Konzept bildet den strategischen Rahmen für die langfristige Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Dabei geht es darum, neue Potenziale zu erschließen und bestehende Ideen und Aktivitäten weiterzuentwickeln. So leistet das Amt Schwarzenbek-Land seinen Beitrag zum Ziel der Landesregierung Schleswig-Holstein, bis 2040 treibhausgasneutral zu werden. Gemeinsam wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der den Gemeinden konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Im Anschluss beginnt die schrittweise Umsetzung mit Unterstützung des Klimaschutzmanagements. Jede Gemeinde kann dabei ihren eigenen Weg gehen, selbst Vorreiter bei Maßnahmen sein und für die anderen Gemeinden als Vorbild dienen.

Im April 2026 wurden die Bürgermeister in den Konzeptionsprozess einbezogen. Der Maßnahmenkatalog soll bereits im November 2026 verabschiedet werden. Die Ideen umfassen energetische Sanierungsfahrpläne für Gebäude, Energieeinsparungen, den Ausbau der Photovoltaik sowie Bürgerdialoge und Informationsangebote.

Aktuelle Projekte weisen den Weg

Amtsvorsteher Wolfgang Schmahl

Viele Akteure im Amtsgebiet setzen sich bereits heute aktiv für den Klimaschutz ein, sei es im Rahmen des Konzepts oder darüber hinaus.
So wurden kürzlich die vertraglichen Grundlagen für eine Agri-Photovoltaikanlage in Fuhlenhagen gelegt. Die Anlage soll künftig etwa 40 Megawatt Strom pro Jahr erzeugen, während die landwirtschaftliche Nutzung über einen Demeter-Hof erfolgt. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts engagiert sich die Evangelische Schule in Gülzow. Sie wird die Maßnahme „Klimafitness in Bildungseinrichtungen“ mitentwickeln und testen. Neben der Förderung der nachhaltigen Entwicklung stehen dabei auch Energieeffizienz und Klimaanpassung im Mittelpunkt. Dazu Amtsvorsteher Wolfgang Schmahl: „Diese Projekte stehen beispielhaft für viele weitere Initiativen im Amtsgebiet. Wir müssen Klimaschutz als eine Reise begreifen, die niemals endet. Der Klimaschutzgedanke muss unbedingt und überall Einzug halten, damit unsere Lebensgrundlagen auch für zukünftige Generationen gesichert sind und Klimawandelfolgen abgemildert werden können. Wir können nicht weitermachen wie bisher.“

Klimaschutz-Treffs laden zum Mitmachen ein

Alle Interessierten im Amtsgebiet sind eingeladen, sich bei den geplanten Klimaschutz-Treffs über das Klimaschutzkonzept zu informieren, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern. Neben Informationen zum Klimaschutzkonzept erwartet die Teilnehmenden ein Fachvortrag der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zum Thema „Wie in Zukunft heizen?“. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für Fragen und Austausch. Die Veranstaltungen finden am 20. August in Grabau, am 10. September in Gülzow und am 22. September 2026 in Kuddewörde statt.

Vertiefende Informationen zu den Projekten

Nahversorgung in Gülzow – Genossenschaftlicher TanteEnso-Markt
In Gülzow können Bürgerinnen und Bürger seit 2022 rund um die Uhr im genossenschaftlich organisierten TanteEnso-Markt Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen. Mit einer persönlichen Zugangskarte und einer Self-Checkout-Kasse bietet der zweite Markt im Kreis Herzogtum Lauenburg ein gutes Sortiment und viel Flexibilität. 

Tante Enso Markt in Gülzow

Kläranlagen-Photovoltaik in Havekost

Um den Energiebedarf der Kläranlage in Havekost nachhaltiger zu decken, wurde dort 2024 eine Photovoltaikanlage errichtet. Seitdem können 30 Prozent des benötigten Stroms direkt vor Ort erzeugt werden. Dadurch werden jährlich etwa fünf Tonnen CO2 eingespart. Viele Gemeinden möchten ihre Kläranlagen in Zukunft wirtschaftlicher betreiben.

E-Bus in Grabau für Fahrservice

Der von der AktivRegion Sachsenwald-Elbe geförderte E-Bus wird seit 2023 von der Gemeinde und der Feuerwehr gemeinsam genutzt. Über eine WhatsApp-Gruppe organisieren sie unter anderem einen Fahrdienst mit Ehrenamtlichen für die Grabauerinnen und Grabauer. Den Bus laden sie direkt am Gemeindezentrum mit dem auf dem Dach selbst erzeugten Solarstrom auf. 

E-Bus in Grabau.

Agri-Photovoltaik in Fuhlenhagen

In Fuhlenhagen entsteht eine zukunftsweisende Agri-Photovoltaik-Anlage, die künftig etwa 40 Megawatt Strom pro Jahr erzeugen soll. Beteiligt sind der Energieversorger Vattenfall, der Solarprojektierer re.venture Berlin, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, der nachhaltig wirtschaftende Buschberghof sowie die Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer. Der Baustart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Klimafitness an der Evangelischen Schule in Gülzow

Die Evangelische Grundschule Gülzow möchte sich in den kommenden Jahren noch klimafreundlicher und klimaresilienter aufstellen. Neben Maßnahmen zur Energieeffizienz und Klimaanpassung soll auch die Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter gestärkt werden. Ziel ist es, Kindern Wissen über Umwelt- und Klimathemen zu vermitteln und sie zu befähigen, ihre Zukunft nachhaltig mitzugestalten.

Über das Amt Schwarzenbek-Land

Das Amt Schwarzenbek-Land mit Sitz in Schwarzenbek entstand 1962 durch den Zusammenschluss der Ämter Schwarzenbek und Basthorst. Es ist die Verwaltungseinheit für 19 amtsangehörige Gemeinden mit insgesamt etwa 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern: Basthorst, Brunstorf, Dahmker, Elmenhorst, Fuhlenhagen, Grabau, Groß Pampau, Grove, Gülzow, Hamfelde, Havekost, Kankelau, Kasseburg, Kollow, Köthel, Kuddewörde, Möhnsen, Mühlenrade und Sahms. Zu den größten Gemeinden zählen Kuddewörde, Gülzow, Brunstorf und Elmenhorst.

 

Tags: Amt Schwarzenbek-LandKlimaschutzmanagementSchwarzenbek

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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