Herzogtum Lauenburg (pm). Die Unternehmen in der Metropolregion blicken weiter mit Zurückhaltung auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Mehrheit der befragten Betriebe bewertet ihre aktuelle Lage als zufriedenstellend, jedes fünfte Unternehmen spricht von einer guten Geschäftslage. Etwa ein Viertel sieht die Situation kritisch. Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate bleiben verhalten: Nur jede zehnte Firma rechnet mit einer Verbesserung, während rund ein Drittel eine Verschlechterung erwartet. Damit sind die Aussichten etwas pessimistischer als im Herbst.
Die Beschäftigungspläne der Unternehmen bleiben stabil. Zwei von drei Betrieben gehen davon aus, die Zahl der Mitarbeitenden zu halten. Jede zehnte Firma plant, neue Arbeitsplätze zu schaffen, während etwa jede fünfte einen Rückgang erwartet. Bei den Investitionen zeigt sich ein ähnliches Bild: Knapp die Hälfte der Unternehmen plant mit gleichbleibenden Ausgaben, jede fünfte möchte mehr investieren, ein Drittel rechnet mit geringeren Investitionen. Die Investitionsbereitschaft ist damit zurückhaltender als im Vorjahr.
Im Exportgeschäft überwiegt die Vorsicht. Die meisten exportierenden Unternehmen erwarten stabile Ausfuhren. Jede siebte Firma rechnet mit steigenden Exporten, während ein Viertel einen Rückgang befürchtet. Besonders Dienstleistungsunternehmen blicken aktuell skeptisch auf das Auslandsgeschäft. Als größte Herausforderungen nennen die Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie die Nachfrage im Inland. Die Sorge um steigende Arbeitskosten und den Fachkräftemangel ist im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen.
Innerhalb der Metropolregion zeigt sich ein differenziertes Bild: In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bewerten die Unternehmen ihre Lage leicht günstiger als in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Im Handwerk der Metropolregion Hamburg hat sich die Stimmung trotz schwieriger Rahmenbedingungen leicht gebessert. Ein Drittel der befragten Handwerksbetriebe bewertet die aktuelle Geschäftslage als gut, mehr als vier von zehn sprechen von einer zufriedenstellenden Situation. Jeder fünfte Betrieb sieht die Lage kritisch. Mit Blick auf die kommenden Monate erwartet ein Viertel der Betriebe eine Verbesserung, während weniger als ein Fünftel eine Verschlechterung befürchtet. Besonders im Ausbauhandwerk und im Bauhauptgewerbe ist die Stimmung stabil. Herausforderungen bestehen weiterhin im Nahrungsmittelhandwerk und im Kfz-Gewerbe. Die Mehrheit der Handwerksbetriebe konnte ihre Beschäftigtenzahl halten oder sogar ausbauen, auch wenn viele mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hatten. Die Investitionsbereitschaft bleibt niedrig, viele Betriebe warten ab.
Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern der Metropolregion Hamburg befragen regelmäßig ihre Mitgliedsunternehmen nach ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen. An der aktuellen Befragung haben sich 1.686 Unternehmen und 1.204 Handwerksbetriebe beteiligt.
Das vollständige Konjunkturbarometer: www.metropolregion.hamburg.de/konjunkturbarometer










