Sandesneben (sn). Die Gemeinschaftsschule Sandesneben hat erneut mit dem UKSH, der Lübecker Universitätsklinik, an dem Projekt „Schule * Vape * Wissenschaft“ zusammengearbeitet. Ziel des Projektes ist es, eine Verknüpfung von Prävention und Forschung im Themenbereich Rauch- und Vapeverhalten von Jugendlichen herzustellen.
Die Schülergruppe aus Sandesneben legte ihren wissenschaftlichen Schwerpunkt dieses Jahr auf die Fragestellung „Inwiefern verändern sich die Lungenwerte von Jugendlichen, wenn sie Rauchen oder Vapen?“ Um diese Frage zu klären, wurden an zwei Tagen Datenerhebungen durchgeführt. Insgesamt wurden 243 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 6 bis 12 aus Sandesneben anonym untersucht sowie mithilfe eines Fragebogens befragt.

Die Daten erhoben die jungen Nachwuchswissenschaftler, wie schon im letzten Jahr, mithilfe von Blutdruckmessgeräten, einer Eye Tracking Brille, die die Bewegung der Augen misst und einem Tremoflo, welcher die Lungenfunktion misst.
Besonders interessant ist dabei der AX-Wert, der mit dem Tremoflo gemessen wird. Der AX-Wert misst den Widerstand sowie die Elastizität der kleinen peripheren Atemwege der Lunge. Bei einer gesunden Lunge ist der AX-Wert gering, da die kleinen Atemwege nicht verengt sind und somit uneingeschränkt funktionieren. Ein erhöhter AX-Wert kann hingegen auf eine funktionelle Einschränkung beziehungsweise Erkrankung der kleinen Atemwege hinweisen und signalisiert somit unter anderem eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion, die durch das Rauchen oder Vapen verursacht worden sein könnte.
Das Projekt umfasste für die Forscherinnen und Forscher aus Sandesneben nicht nur die praktische Datenerhebung, sondern auch eine Einführung in wissenschaftliches Denken, die Planung und Vorbereitung der Datenerhebungen sowie die Besprechung der erhobenen Messwerte.
Das Projekt endete am 19. Mai mit dem Symposium im UKSH in Lübeck. Beim Symposium präsentierten neben Ben Schäfer und Lukas King aus Sandesneben auch vier weitere Schulen ihre Forschungsergebnisse zu anderen Forschungsfragen.
Die in Sandesneben erhobene Stichprobe zeigt, dass nicht-rauchende Jugendlichen, unerwartet höhere AX-Werte aufweisen als rauchende Jugendliche. Die klinische Relevanz dieses Unterschiedes muss jedoch unter Berücksichtigung von Stichprobengröße und Störfaktoren weiter untersucht werden. Die finale Auswertung der Daten wird vom UKSH vorgenommen.
In den folgenden Jahren soll diese Studie des UKSH weiterhin mit den Naturwissenschaftlern aus der Oberstufe der Gemeinschaftsschule Sandesneben fortgesetzt werden.
TEXT: Linnea Graf, 12N











