Mannhagen (pm). Das tiergestützte Therapie- und Coaching-Angebot von „Lamasté“ in Mannhagen (Herzogtum Lauenburg, Gemeinde Panten) steht vor einer ungewissen Zukunft. „Durch die plötzliche Rückzahlungsforderung der Corona-Soforthilfe sind wir jetzt in eine finanzielle Schieflage geraten, die sich gerade massiv zuspitzt“, sagt Gründerin und Diplom-Psychologin Silke Christensen. „Ich habe über die Jahre wirklich alles versucht. Doch seit Corona jagt eine Krise die nächste.“
Mehrfachbelastungen durch Energiekrise und steigende Kosten
Als die 51-Jährige „Lamasté“ im Jahr 2018 gründete, entwickelte sich das Angebot zunächst zu einem für die Region erfolgreichen Vorzeigeprojekt. „Damals war noch der Wirtschaftsminister bei uns. Wir waren im Fernsehen, in der Zeitung und alles lief ganz wunderbar“, sagt Christensen. „Leider muss ich heute, 2026, sagen und feststellen, dass es seit Corona nie wieder so geworden ist, wie es vorher war und wie wir es uns erhofft hatten.“ Auf die Pandemie folgten weitere Belastungen wie Energiekrise, Inflation und steigende Betriebskosten. Besonders deutlich spüre sie die Entwicklung bei Futter- und Tierarztkosten. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Angeboten wie Resilienz-Workshops, Lama-Wanderungen oder Yoga-Nachmittagen aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage zurückgegangen.
Begegnung zwischen Mensch und Tier steht im Mittelpunkt
Lamasté, eine Wortschöpfung aus „Lama“ und dem respektvollen Gruß „Namaste“ aus dem Sanskrit, verfolgt einen beziehungsorientierten Ansatz, bei dem die Begegnung zwischen Mensch und Tier im Mittelpunkt steht. Statt den Freizeit- oder Erlebnischarakter in den Vordergrund zu stellen, setzt die Diplom-Psychologin mit ihren, zum Teil aus schwierigen Verhältnissen geretteten Lamas und Alpakas auf tiergestützte Therapie, Coaching und persönliche Entwicklungsprozesse. „Es geht um eine tiefe Interaktion mit dem Tier“, erklärt sie. „Die Lamas haben eine Magie, die man nur verstehen kann, wenn man sie erlebt hat. Sie haben schon oft Menschen berührt, begleitet, beruhigt und häufig genau dort erreicht, wo Worte nicht mehr weiterkamen.“
Jede Unterstützung zählt
Auch wenn Stressregulation, Burnout-Prävention und Persönlichkeitsentwicklung derzeit wichtiger denn je erscheinen, wird sich bis zum 30. September dieses Jahres entscheiden, ob Lamasté weiter bestehen kann. Um das Blatt noch zu wenden, setzt die Gründerin auf mehr Aufmerksamkeit für ihre Arbeit. Sie wirbt für Workshops, Seminare und Tierpatenschaften und hofft, dass mehr Menschen die Angebote nutzen. Für eine langfristige Sicherung von Lamasté ist zudem in Planung, einen Förderverein für einen Lama-Lebenshof zu gründen. Um die Zeit bis dahin überbrücken zu können, hat Christensen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die schon wenige Stunden nach Veröffentlichung viele Unterstützer aktivieren konnte. „Jede Spende hilft, diese schwere Zeit zu überbrücken und die Versorgung der Tiere zu sichern“, sagt Christensen. „Wir sagen von Herzen Danke an alle, die nicht wegsehen.“
Spendenkampagne für Lamasté auf GoFundMe findet sich unter https://www.gofundme.com/f/lamaste-steht-finanziell-vor-dem-aus











