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Titel Gesundheit

Eltern unterschätzen Unfallrisiken zuhause

Kindersicherheitstag am 10. Juni: Trügerische Sicherheit in den eigenen vier Wänden

von Pressemitteilung
Juni 3, 2026
Eltern unterschätzen Unfallrisiken zuhause

Neugier geweckt: der Kochtopf auf dem Herd, die heiße Teetasse auf dem Tisch oder brennende Kerzen – die eigene Wohnung birgt zahlreiche Gefahren für Kinder. Besonders betroffen sind die Ein- bis Fünfjährigen. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

 Herzogtum Lauenburg (pm). Schrecksekunde für viele Eltern im Kreis Herzogtum Lauenburg: Der Schrei ihres spielenden Kindes lässt sofort erahnen, dass etwas Schlimmeres passiert ist. Unfälle gehören zu den größten Gesundheitsrisiken von Kindern. Zu den typischen Unfällen gehören neben Stürzen auch Verbrennungen und Verbrühungen. Zahlreiche Gefahrenquellen lauern dabei insbesondere im häuslichen Umfeld. So wurden in Schleswig-Holstein im Jahr 2024 insgesamt 144 Kleinkinder im Alter bis zu zehn Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ins Krankenhaus eingewiesen. Das teilt heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes anlässlich des Kindersicherheitstages am 10. Juni mit. Besonders betroffen sind dabei die Ein- bis Fünfjährigen. Auf diese Altersgruppe entfielen 63 Prozent der Krankenhauseinweisungen. „Eltern denken in erster Linie an Stürze oder Unfälle im Straßenverkehr, wenn es um die Sicherheit ihrer Kinder geht. Tatsächlich aber lauern viele Unfallgefahren für Kinder im häuslichen Umfeld“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Die AOK warnt zum Tag der Kindersicherheit am 10. Juni: Im Haushalt lauern zahlreiche Gefahren für Kinder: Verbrennungen und Verbrühungen gehören auch im  Herzogtum Lauenburg zu den typischen Unfällen. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

Unfallgefahr zu Hause oft unterschätzt

In der eigenen Wohnung sollten Eltern vorausschauend handeln und die Gefahren aus Kinderperspektive betrachten: Wenn die Kaffeetasse auf dem Tisch steht, das Fleisch in der Pfanne auf dem Herd brutzelt oder die heiße Suppe im Teller duftet, ist die kindliche Neugier geweckt. Genauso verlockend sind brennende Kerzen, der Kamin, ein Bügeleisen oder heißes Wasser aus Wasserhähnen und Teekannen. Dann sind Verbrühungen und Verbrennungen häufig vorprogrammiert. Betroffen von Verbrennungen oder Verätzungen sind vor allem Jungen: Auf sie entfielen im Jahr 2023 über 54 Prozent der Behandlungsfälle im Krankenhaus.

Bei größeren Verbrennungen oder Verbrühungen besser sofort 112 wählen

Wenn Kinder sich verbrennen oder verbrühen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und das Kind zu beruhigen. Zuerst sollte in Brand geratene Kleidung mit Wasser gelöscht oder die Flammen mit einer Decke erstickt werden. Bei Verbrühungen muss die mit heißer Flüssigkeit durchtränkte Kleidung rasch, aber vorsichtig ausgezogen werden. Kleinflächige Verbrennungen, zum Beispiel am Finger, werden am besten mit handwarmem Wasser (mindestens 15 Grad Celsius) für zehn bis 15 Minuten gekühlt. Bei großflächigen Verbrennungen gilt insbesondere für Neugeborene und Säuglinge, dass nicht gekühlt werden sollte, da dies zu einer gefährlichen Unterkühlung führen kann. Besser ist es, betroffene Körperteile mit einem keimfreien Verbandtuch abzudecken. „Bei größeren Verbrennungen sollten Eltern schnell den Notruf 112 wählen“, so Wunsch. Brandsalben, Brandbinden oder Öl dürfen nicht auf die Wunde aufgetragen werden, weil sie die Hitze im Gewebe halten und so verhindern, dass die Haut mit Luft versorgt wird. Auch sogenannte Hausmittel wie Mehl, Puder oder Öl sind tabu.

Weitere Informationen zur Kindersicherheit bei der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. unter www.kindersicherheit.de.

Tags: GesundheitstippsKinder

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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