Sandesneben (sn). „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, betont Amtsvorsteher Ulrich Hardtke, „und stärken so den Bildungsstandort Sandesneben nachhaltig.“ Mit einem Volumen von fast fünf Millionen Euro ist der neue Trakt für die „Offene Ganztagsschule“ (OGS) seit vielen Jahren die größte Investition des Amtes Sandesneben-Nusse in den Schulstandort an der Grund- und Gemeinschaftsschule mit Oberstufe. Ab dem kommenden Schuljahr haben alle Grundschulkinder in Schleswig-Holstein einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der OGS. Der dadurch notwendige Anbau in Sandesneben wird deswegen zu 85 Prozent durch Bundes- und Landesmittel subventioniert, die restlichen 15 Prozent werden vom Schulträger, den an der Schule beteiligten 25 Gemeinden im Amt Sandesneben-Nusse, übernommen.

Am 5. Mai fand nun das Richtfest auf der Baustelle statt. Nach den Zimmermannssprüchen vom Dachstuhl des Rohbaus hatten Lehrkräfte, Eltern und andere Interessierte erstmals die Gelegenheit, einen Blick in die neuen Räume zu werfen. Im Wesentlichen soll der Neubau, der nun über dem alten Bestandsgebäude thront, nach den Sommerferien für die OGS zur Verfügung stehen. Mit der endgültigen Fertigstellung wird zur Zeit bis Ende des Jahres gerechnet. Damit enden dann nach mehr als eineinhalb Jahren der Baulärm und die beengte provisorische Nutzung der Fachräume als Klassenraum. Die bisher von der OGS genutzten Räume, so die Hoffnung vieler SchülerInnen und Lehrkräfte, können dann als zusätzlich Fach- und Klassenräume oder als Differenzierungsräume genutzt werden, sodass letzten Endes nicht nur die GrundschülerInnen sondern alle rund 1000 SchülerInnen von dem Neubau profitieren können.

„Wir brauchen dringend neue Räume und es ist gut, dass unser Schulträger den Anbau so schnell umsetzen konnte“, freute sich auch der Schulleiter Dr. Jan Rüder. Das OGS-Personal konnte beim Richtfest, wegen der gleichzeitigen Betreuung der Grundschulkinder, nur kurz einen Blick in ihre zukünftige Wirkungsstätte werfen.
Was sie zu sehen bekamen, kam aber gut an. Im Rahmen der Baumaßnahme entstanden insgesamt zwölf neue, flexibel nutzbare Räume. Diese schaffen die Grundlage für rund 350 Ganztagsplätze und ermöglichen eine moderne, pädagogisch zeitgemäße Gestaltung der Nachmittagsbetreuung. Geplant sind unter anderem Lern- und Gruppenräume, Kreativbereiche sowie Bewegungsräume.
Die großen, lichtdurchfluteten Räume mit zahlreichen Verbindungstüren werden sich schon in wenigen Monaten den pädagogischen Anforderungen und dem Ansturm der Grundschulkinder stellen und sind bereit für den Praxistest. Lediglich der Gang zur Toilette muss dann etwas frühzeitiger geplant werden, denn die sind unten, im Altbau im Erdgeschoss.
Text: Durmis Özen Palma





