Ratzeburg (pm). In der jüngsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses wurde über verschiedene Infrastruktur- und Bauprojekte der Stadt beraten. Ein zentrales Thema war der Sachstand zur Erneuerung der Seebadeanstalt Schlosswiese. Aufgrund der vorhandenen Wasserattraktionen ist die Anlage offiziell als Naturbad eingestuft, was eine permanente Wasseraufsicht während der Betriebszeiten erforderlich macht. Die Verwaltung plant die Eröffnung weiterhin für den 1. Juni 2026 und bereitet derzeit die personellen Kapazitäten vor. Parallel dazu schreitet die Planung für das Abwasserpumpwerk Schlosswiese voran.
Hinsichtlich der Stadtentwicklung „Am Güterbahnhof“ (72. Änderung des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplan Nr. 78) entschied der Ausschuss nach intensiver Beratung, die Beschlussfassung zurückzustellen. In den Fraktionen soll insbesondere noch einmal über die künftige Nutzung der Flächen beraten werden, wobei eine über das normale Parken hinausgehende Campingnutzung für Wohnmobile derzeit nicht vorgesehen ist.
Eingestellt wurden hingegen die Verfahren zur Erweiterung des Gewerbegebiets Heinrich-Hertz-Straße. Da der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr eine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses ablehnte und sich die betreffenden Flächen bereits zu Wald entwickelt haben, kann die ursprüngliche Planung nicht umgesetzt werden.
Im Bereich der Infrastruktur wurde die Vergabe für die Erneuerung der Kleinbahndammbrücke zwischen dem Großen und dem Kleinen Küchensee beschlossen. Der Auftrag für die Bauleistungen wurde an ein Hamburger Fachunternehmen vergeben, die Auftragssumme beläuft sich auf rund 815.000 Euro. Zudem gab der Ausschuss grünes Licht für mehrere private Bauvorhaben, darunter den Neubau von Mehrfamilienhäusern in der Seestraße und Bergstraße sowie Modernisierungsmaßnahmen zur Sicherung eines Hotelbetriebs am Lüneburger Damm.
Abschließend wurde über den Fortschritt der Arbeiten auf der Domhalbinsel berichtet, deren Fertigstellung für Mai oder Juni 2026 erwartet wird. Zudem prüfen die Stadtwerke aktuell die Machbarkeit einer Energiegewinnung aus Seewasser im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung.
Die nächste Sitzung des Ausschusses findet am 1. Juni 2026 statt.








