Ratzeburg (pm). Der Inklusionsbeirat der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen appelliert am Dienstag, 5. Mai um 11 Uhr in einer Radiosendung im Offenen Kanal Lübeck (Lübeck FM) an Politik und Gesellschaft, Inklusion und Teilhabe konsequent umzusetzen und Selbstbestimmung zu stärken.
Am 5. Mai finden seit über 30 Jahren in ganz Deutschland Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Angesichts aktueller Krisen im In- und Ausland sowie geplanter Kürzungen im Sozialbereich drohen zentrale Inklusionsziele zunehmend aus dem Blickfeld von politischen EntscheidungsträgerInnen zu geraten. Bereits erreichte Fortschritte bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung stehen damit auf dem Spiel – obwohl diese Ziele die zentrale Grundlage für eine uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen bilden. Umso wichtiger ist es, bisher nur unzureichend oder nicht realisierte behindertenpolitische Maßnahmen endlich umzusetzen.
Zum Protesttag fordern Verbände, Organisationen und Aktivist*innen daher umfassende Barrierefreiheit und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sowie ihre Beteiligung an allen Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen. Unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“ finden bundesweit zahlreiche Aktionen statt. Der Protesttag ist ein Appell an alle Bürger*innen, aktiv zu werden und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte stark zu machen.
„Vor Ort machen wir uns gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft ohne Barrieren stark – mit unserer Arbeit im Inklusionsbeirat. Mit unserer Radiosendung wollen wir die breite Öffentlichkeit für diese wichtigen Inklusionsthemen sensibilisieren und uns für eine barrierefreie Zukunft in der Stadt Ratzeburg und dem umliegenden Amt Lauenburgische Seen einsetzen“, sagt Beiratsvorsitzende Silke Boldt.










