Mölln (pm). „Ehrenamt in der Jugendarbeit ist nicht selbstverständlich, aber wir haben viele Gründe warum sich ein ehrenamtliches Engagement in den Vereinen und Jugendgruppen lohnt“, betont Julian Schlicht, 1. Vorsitzender des Kreisjugendrings Herzogtum Lauenburg (KJR) und selbst ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig. Gerade jüngst wählten die Delegierten aus den Jugendverbänden ihn auf der Vollversammlung des KJR erneut für zwei Jahre zum 1. Vorsitzenden.

In dem inhaltlichen Schwerpunkt der Versammlung diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung gemeinsam mit den Delegierten aus den Jugendverbänden an verschiedenen Tischen über das Ehrenamt in der Jugendverbandsarbeit. Hierbei wurde auf die Alleinstellungsmerkmale von Jugendarbeit ebenso eingegangen wie auf die Motivation junger Menschen für ehrenamtliches Engagement in den Vereinen und Jugendgruppen. „Der Spaß und die Freude, in Gemeinschaft etwas Gutes zu tun, sind starke Motive für ein Ehrenamt“, fasst Julian Schlicht die Ergebnisse der anwesenden Jugendvertreter und -vertreterinnen zusammen. „Bei uns in den Jugendverbänden und Jugendgruppen können zudem junge Menschen von Anfang an demokratisch mitbestimmen und mitgestalten; und dies basierend auf gelebten Werten. Vereine müssen dieses Potential nutzen, um junge Menschen schrittweise an Verantwortung heranzuführen, sie darin zu unterstützen und ihnen wirkliche Entscheidungsgewalt zu übertragen“, bekräftigt Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR. „Studien zeigen, junge Menschen möchten sich engagieren; gerade im ländlichen Raum. Sie brauchen aber einen förderlichen Rahmen durch die Vereine und Verbände sowie durch Politik und Verwaltung“, so Strickrodt weiter. Der Bundestagabgeordnete Henri Schmidt betonte in seinem Grußwort, dass ehrenamtliches Engagement eine Demokratie stärkt und dies gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten von Bedeutung ist. Er dankte allen für dieses wichtige Engagement.
In seinem Jahresbericht richtet der Vorstand des KJR seinen Dank an die Kommunalpolitik und -verwaltung, die in Zeiten der Haushaltssperre und einer schwierigen Haushaltslage die Förderung der Jugendarbeit nicht aus dem Blick verloren haben. Gleichzeitig formuliert Julian Schlicht aber auch eine dringende Bitte an die Zukunft: „Die Förderung der Jugendarbeit muss mindestens in gleichem Umfang auch zukünftig erfolgen. Die Teilnahme an einer Jugendfahrt oder einem Juleica-Kurs darf zukünftig nicht ein Luxusgut werden.“ In einem Podiumsgespräch betont Karsten Fries (Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales des Kreises) die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit im Herzogtum Lauenburg. Manfred Börner als stellvertretender Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses dankt für die Zusammenarbeit im Jugendhilfeausschuss und für das Engagement in den vielfältigen Arbeitsfeldern des KJRs.
Neben Henri Schmidt, Manfred Börner und Karsten Fries waren auch der Landtagsabgeordnete Rasmus Vöge, die Kreistagsabgeordnete Annedore Granz sowie Möllns Bürgervorsteherin Katharina Fiedermann und Ratzeburgs Bürgermeister Eckhard Graf unter den Gästen. Sie alle verfolgten aufmerksam die Wahlen. Für zwei weitere Jahre wurden Lea Wald, Ben Schumacher und Tabea Schudde als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt sowie Jan-Oliver Schomann als Vertreter des Aktiv-Teams für ein Jahr bestätigt. Die Vorstandsmitglieder des KJR dankten zum Abschluss des Schwerpunktthemas allen Anwesenden mit einer kleinen Aufmerksamkeit, um auch symbolisch zum Ausdruck zu bringen: „Ehrenamt in der Jugendarbeit ist nicht selbstverständlich.“










