Sarnekow (pm). Nach rund 1,5 Jahren Bauzeit konnte der Kreis Herzogtum Lauenburg am 21. April 2026 die neue Rettungswache in Sarnekow (Gemeinde Besenthal) einweihen: Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung übergaben Landrat Dr. Christoph Mager und Kreispräsident Michael Sauerland das Gebäude an die künftigen Nutzer, die Herzogtum Lauenburg Rettungsdienstgesellschaft (HLR).
Tatsächlich ist die Rettungswache schon seit Februar in Betrieb. „Für die Eröffnungsfeier haben wir aber auf etwas angenehmeres Wetter gehofft“, sagte Christoph Mager in seiner Eröffnungsrede. Diese Hoffnung wurde erfüllt: Frühlingshafte Temperaturen und strahlende Sonne erwarteten die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Ehrenamt, Politik und direkter Nachbarschaft.
2022 hatte der Kreistag beschlossen, einem entsprechenden Fachgutachten folgend, insgesamt vier neue Rettungswachen im Kreis zu errichten. Die erste dieser neuen Rettungswachen wurde 2024 in Salem fertiggestellt, die nun eröffnete Rettungswache in Sarnekow ist die zweite in dieser Reihe. Weitere Standorte sind in Kastorf und Wentorf in Planung bzw. im Bau.
Mit den neuen Rettungswachen im Kreisgebiet soll der Rettungsdienst in der Fläche durch kürzere Wege besser aufgestellt werden. Insbesondere Bereiche, die bisher mit Rettungswagen schwer erreicht werden konnten, sollen von den neuen Rettungswachenstandorten profitieren. Die Rettungswache in Sarnekow ist zunächst für ein Rettungsfahrzeug ausgelegt, bietet jedoch die Möglichkeit, um einen weiteren Stellplatz erweitert zu werden. Der Betrieb erfolgt rund um die Uhr, um die notfallmedizinische Versorgung in der Region nachhaltig zu stärken.
Mit dem Bau der Wache wurde im August 2024 begonnen, die Fertigstellung erfolgte im Januar 2026. Die Baukosten beliefen sich auf rund 2,3 Millionen Euro.
Das eingeschossige Gebäude wird pro Schicht mit drei Einsatzkräften besetzt. Neben Ruheräumen stehen ein Bereitschaftsraum, ein Büro sowie die erforderlichen Sanitär-, Neben- und Lagerräume zur Verfügung. Die Rettungswache verfügt über eine Nutzfläche von rund 200 Quadratmetern.
Die Anforderungen an eine zukunftsorientierte Energieversorgung wurden beim Neubau konsequent berücksichtigt. Die Beheizung erfolgt vollständig ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe über moderne Wärmepumpentechnik. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung und Netzeinspeisung. Für den Notfall steht zudem ein Notstromaggregat zur Verfügung.










