Herzogtum Lauenburg (pm). Mit Hightech für die Versorgungssicherheit im Einsatz: Experten überprüfen fußläufig unterirdisch verlegte Leitungen. Mit modernster Technik auf Kontrollgang: In den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn sind aktuell Gasspürer der Firma Bohlen & Doyen unterwegs und inspizieren im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) Gasleitungen.
Die eingesetzten Experten sind auf der Suche nach möglichen Undichtigkeiten an unterirdischen Gasleitungen. Dabei hilft ihnen ein Hightech-Messgerät. Es erkennt das, was mit bloßem Auge nicht sichtbar ist – kleinste Lecks in den unterirdischen Leitungen. Das Messgerät misst das Luftgemisch und schlägt sofort aus, sollte es minimale Mengen an Erdgas erkennen.
Torben Steen, stellvertretender Leiter des zuständigen Netzcenters Schwarzenbek, erklärt: „Das in den Leitungen transportierte Erdgas selbst ist geruchslos. Ihm wird aus Sicherheitsgründen ein Geruchsstoff beigemischt, sodass es bei einem Austritt nach verfaulten Eiern riecht. Die Messgeräte unserer Gasspür-Experten können allerdings schon die allerkleinsten Mengen Erdgas in der Luft detektieren. Diese sind so gering, dass wir sie nicht riechen können.“
Sollte das Messgerät einmal ausschlagen, kann der Gasspürer die undichte Stelle lokalisieren. SH Netz nimmt dann schnellstmöglich die Instandsetzung vor. Etwa 120 Kilometer Gasleitungen überprüfen die Gas-Detektive im Jahr 2026 im Kreis Herzogtum Lauenburg. „Gasspüren ist eine Tätigkeit mit großer Verantwortung. Deshalb müssen alle eingesetzten Fachkräfte ihr hierzu erforderliches Zertifikat regelmäßig auffrischen“, sagt Torben Steen.
Gasspürer haben nicht nur eine intelligente Spürnase, sondern auch durchtrainierte Beine und eine hohe Ausdauer. Sie legen nämlich die gesamte Strecke zu Fuß zurück. Pro Saison läuft ein Gasspürer bis zu 700 Kilometer. Auf ihrem Tablet können Gasspürer die Lage der unterirdischen Leitungen sehen, die sie ablaufen. „Um die Hausanschlüsse auf Sicherheit zu überprüfen, müssen die Fachkräfte auch die Grundstücke betreten. Sie müssen allerdings nicht in die Häuser hinein“, so Torben Steen. Alle Fachleute können sich entsprechend ausweisen.
In folgenden Städten und Gemeinden in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn kommen Gasspürer im Jahr 2026 zum Einsatz:
- Trittau
- Börnsen
- Schwarzenbek
- Kröppelshagen-Fahrendorf
- Dassendorf
- Geesthacht
- Büchen
- Grove
- Hoisdorf
- Lütjensee
- Sprenge
- Steinburg










